AK Tumpel: Entlastung der ArbeitnehmerInnen muss Vorrang haben

Wien (AK) - Als dringend notwendig bezeichnet AK Präsident Herbert Tumpel die steuerliche Entlastung der ArbeitnehmerInnen. Die ständigen Forderungen der Wirtschaft nach einer Senkung der Lohnnebenkosten und der Abgaben bezeichnet Tumpel als "irreführend". Die österreichische Wirtschaft liege bei den für den Wettbewerb entscheidenden Lohnstückkosten sehr günstig. Wenn für die Wirtschaft etwas wichtig ist, dann ist das eine Stärkung der Massenkaufkraft, sagt Tumpel. Der AK Präsident kritisiert die Aussagen von Finanzminister Grasser zur notwendigen Steuerentlastung als "zu unverbindlich". Die von Grasser angesprochene 50 : 50-Verteilung einer Steuerreform zwischen Wirtschaft und ArbneitnehmerInnen wäre eine große Enttäuschung für die ArbeitnehmerInnen, kritisiert Tumpel:
"Die Arbeitnehmer haben in den letzten zwei Jahren den Hauptteil der Belastungspakete getragen, daher muss ein Steuerentlastung vor allem ihnen zu Gute kommen."

Tumpel warnt erneut davor, die Abfertigung neu als "stille Pensionsreform" zu betrachten. Die ArbeitnehmerInnen wollen die Wahlfreiheit bei der Verwendung der Abfertigung und müssen sie auch bekommen, fordert Tumpel. Daher darf die Abfertigung nicht als Teil der Pensionsvorsorge dargestellt werden.

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