Sallmutter zu Grasser: Gerede von "mehr Geld in der privaten Tasche" ist Irreführung der Bürger

Finanzminister weist den Weg eines ideologisch motivierten neoliberalen Umbaus

Wien (GPA/ÖGB)."Wenn Finanzminister Grasser meint, eine radikale Senkung der Abgabenquote würde jedem einzelnen Steuerzahler mehr Geld in der privaten Tasche bescheren, so ist das eine Irreführung. Mit dem Mehr an Geld in der privaten Tasche müssten dann Mehrleistungen für die private Sicherheit erbracht werden, die aber deshalb für den einzelnen nicht billiger werden", betonte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Hans Sallmutter in einer Reaktion auf die Ausführungen des Finanzminister in der heutigen Pressestunde.++++

"Grassers Weg der massiven Abgabensenkung kann nur bedeuten, heute öffentlich erbrachte Leistungen durch private zu ersetzen. Dieser Weg weist in eine Richtung, die wir aus jenen Ländern kennen, in denen der neoliberale Umbau bereits weit fortgeschritten ist. Dort sind die Ausgaben des Einzelnen für soziale Sicherheit nicht geringer geworden, jedoch sind gleichzeitig große Teile der Bevölkerung sozial unterversorgt. Nachweislich sind nämlich staatliche Sozialangebote bei weitem günstiger als private", so Sallmutter.

"Mit seinen Äußerungen zu Rolle öffentlichen Eigentums, der Abgabenstruktur und auch zur ÖBB entpuppt sich Grasser immer mehr als Vorreiter eines ideologisch motivierten neoliberalen Umbaus der Gesellschaft, dessen negative Auswirkungen auf die arbeitende Bevölkerung an Ländern wie Großbritannien oder den USA eindrucksvoll vor Augen geführt wird", so der GPA-Vorsitzedne abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Martin Panholzer 0676 / 817 111 511

GPA-Presse

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB