Schabl: Ausbau der Südautobahn halbherzig und 10 Jahre zu spät

Gleiches gilt für die Anbindung des Flughafens an den öffentlichen Verkehr

St. Pölten, (SPI) - "Der Ausbau der Südautobahn (A2) vom Knoten Guntramsdorf bis zur Wiener Stadtgrenze ist nicht nur halbherzig, sondern erfolgt auch um 10 Jahre zu spät", beanstandet der Zweite Präsident des NÖ Landtages LAbg. Emil Schabl. "Bereits vor 10 Jahren haben sozialdemokratische Politiker des Industrieviertels einen Ausbau der A2 gefordert, denn schon damals existierten Verkehrsstudien, die eine empfindliche Steigerung des Verkehrsaufkommens prognostiziert haben. Bis jetzt allerdings hatte es der zuständige Verkehrsreferent des Landes NÖ, LH Erwin Pröll, verabsäumt, die Südautobahn auf niederösterreichischem Gebiet entsprechend neuer Anforderungen und Belastungen vorbereiten zu lassen. Nun endlich - weil Feuer am Dach ist, denn die bevorstehende EU-Erweiterung wird die Verkehrsströme noch zusätzlich anschwellen lassen - reagiert Pröll und hat die Sanierung bzw. den Ausbau der A2 in Auftrag gegeben. Dazu ist festzuhalten, dass diese Maßnahme äußerst halbherzig ist, denn damit es zu einer wirklichen Entspannung der Verkehrssituation kommt, wäre es notwendig, dass die A2 nicht nur bis Guntramsdorf, sondern bis Baden ausgebaut wird. Zusätzlich müsste eine Anbindung der A2 an die A3 in Fahrtrichtung Wien geschaffen werden, denn derzeit besteht diese Verbindung ausschließlich in Fahrtrichtung Graz", sagte Schabl.****

Nicht viel anders sind die Probleme im öffentlichen Verkehr gelagert. Seit geraumer Zeit wird eine echte Attraktivierung der Bahn als Alternative zum Individualverkehr versprochen. Tatsache jedoch ist, dass sich eigentlich nur bei Tariferhöhungen viel tut - Fahrpreise werden "fahrplanmäßig" angehoben, während die Tausenden niederösterreichischen Pendlerinnen und Pendler wenig Anreize vorfinden, um treue Bahnkunden zu bleiben oder sogar vom eigenen Pkw auf den Zug umzusteigen. "Besonderer Handlungsbedarf besteht in diesem Zusammenhang hinsichtlich Erneuerungen der Pottendorfer Linie - die Schieneninfrastruktur ist veraltet und die Waggons sind teilweise reif fürs Museum. Darüber hinaus verlangt die Bevölkerung seit langem eine zeitgerechte, komfortable und schnelle Anbindung des Flughafens Wien-Schwechat an den öffentlichen Verkehr - passiert ist nichts dergleichen und der NÖ Verkehrsreferent kennt all diese Probleme nicht erst seit gestern", so Schabl.
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