Korrektur zur OTS0213 und OTS0214: SJ-Dvorak: "Lueger-Ring unerträgliche Symbolik"

SJ fordert am morgigen Landesparteitag der SPÖ-Wien die Umbenennung des Lueger-Rings

Wien (OTS) - Im ersten Absatz, letzte Zeile muss es wie folgt richtig lauten: ....Fotos der Aktion sind abrufbar unter
http://www.sj-wien.at/antisemitenring.

KORRIGIERTE WIEDERHOLUNG:

SJ-Dvorak: "Lueger-Ring unerträgliche Symbolik"=

Utl.: SJ fordert am morgigen Landesparteitag der SPÖ-Wien die Umbenennung des Lueger-Rings

Wien (OTS) Im Rahmen einer Aktion vor der Universität Wien am Dr.-Karl-Lueger Ring verlieh die Sozialistische Jugend Wien ihrer Forderung Nachdruck, den Lueger-Ring in "Bertha von Suttner-Ring" umzubenennen. Symbolisch wurde am Straßenschild vor der Uni Wien eine "Klarstellung" vorgenommen, das dort angebrachte Straßenschild mit der Aufschrift "Dr.-Karl-Lueger-Ring" wurde kurzzeitig durch ein Schild mit der Aufschrift "1., Antisemitenring" ergänzt. Fotos der Aktion sind abrufbar unter http://www.sj-wien.at/antisemitenring.

Der Vorsitzende der SJ-Wien, Ludwig Dvorak, führte zur Initiative der SJ-Wien aus: "Es ist eine unerträgliche Symbolik, dass ausgerechnet jener Ort, der wie kein anderer für das geistige Leben Wiens steht, nämlich die Universität Wien, nach einer Person benannt ist, die das genaue Gegenteil von Toleranz und intellektueller Offenheit verkörpert. Der Name Lueger ist untrennbar verbunden mit der spezifisch österreichischen Ausprägung des Antisemitismus, Lueger war puncto Judenhetze zweifellos Hitlers Lehrmeister".

"Die kritische Auseinandersetzung mit der Person Luegers", so Dvorak weiter, "ist ein Tabu, dem sich bisher auch die Sozialdemokratie gebeugt hat". Damit müsse nun endlich Schluß sein. Die Gemeinderatswahlen 2001 seien zu einem guten Teil durch vehementes Auftreten der SPÖ gegen antisemitische Töne im Wahlkampf gewonnen worden, es sei nun an der Zeit, so der SJ-Vorsitzende, "den Worten Taten folgen zu lassen".

Die Sozialistische Jugend Wien fordert daher am morgigen Parteitag im Rahmen eines umfassenden Antrages neben der Umbennenung des Lueger-Rings in "Bertha-von-Suttner-Ring" die Entfernung der Nazi-Gedenktafel an Luegers Geburtshaus sowie die Umbenennung des Lueger-Platzes in "Platz des 8. Mai". "Wir wollen keine Denkmäler stürmen, sondern klar machen, dass Antisemitismus eine Pest ist, die in Wien keinen Platz mehr hat. Es geht uns dabei auch darum, ein klares Signal gegen den Umgang mit den dunklen Seiten der österreichischen Vergangenheit durch die gegenwärtige Bundesregierung zu setzen: Statt zu verharmlosen, totzuschweigen und aufzurechnen stellen wir uns dem was passiert ist, um daraus zu lernen", so Dvorak. Daß diese Politik auch in der SPÖ nicht nur Anhänger habe, sei ihm bewusst, trotzdem erhoffe er sich bei der Parteibasis breite Unterstützung für den Antrag der SJ, so Dvorak abschließend. (Schluss)

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