Mitterlehner: "EU-Erweiterung ist Impuls für heimische Wirtschaft"

Wettbewerbsgleichheit und Rechtssicherheit nutzen der Wirtschaft - Kosten einer Nicht-Erweiterung würden die Kosten der Erweiterung wesentlich übersteigen

Wien (PWK297) - "Die Chancen überwiegen", fasste heute Freitag Reinhold Mitterlehner, Generalsekretär-Stv. der Wirtschaftskammer Österreich, die Bewertung der EU Erweiterung aus Sicht der Wirtschaft zusammen. Anlass dafür war eine Tagung des Ökosozialen Forums zu "Problemen und Chancen der EU-Erweiterung". Mitterlehner: "Durch die Erweiterung erhalten wir Wettbewerbsgleichheit, was die Umwelt- und Sozialstandards betrifft und können so das internationale Lohndumping in den Griff bekommen." Als weiteren Vorteil der Erweiterung sieht Mitterlehner die Rechtssicherheit: "Wenn wir bedenken, dass heute schon über 13 Prozent unserer Exporte in die Beitrittsländer gehen, so ist die Übernahme von EU-Recht für die österreichische Wirtschaft von immensem Interesse." Mit nur 2 Prozent der EU-Bevölkerung erwirtschaftet Österreich bereits rund 8 Prozent des Handels der gesamten EU mit den MOEL-Beitrittsländern.

Optimistisch zeigte sich Mitterlehner was die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen betrifft. "Studien des WIFO belegen, dass wir in den ersten neun Jahren durch die Erweiterung mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent rechnen können. 27.500 Beschäftige mehr kommen bis 2010 und unser Exportanteil wird auf über 15 Prozent steigen."

Obwohl sich die Kosten der Erweiterung für Österreich mit 270 Mio. Euro auswirken werden, würde eine Nicht-Erweiterung zu wesentlich höheren Kosten führen. Für Österreich wissen wir, dass wir im Falle einer Nicht-Erweiterung mit einem Rückgang des Wirtschaftswachstums von 0,13 Prozent und der Beschäftigten im Ausmaß von 1.329 pro Jahr rechnen können. Hinzu kommen pro Jahr Preisteuerungen in der Höhe von 0,33 Prozent und Handelsverluste von 470 Mio. Euro, die vor allem durch Grenzformalitäten und Wartezeiten verursacht werden. Mitterlehner: "Ganz zu schweigen von einem Imageschaden unseres Wirtschaftsstandortes bei den Investoren. Es liegt daher auf der Hand, dass die Kosten der Nicht-Erweiterung nicht zu unterschätzen sind und die einer Erweiterung wesentlich übersteigen."
Für Mitterlehner steht fest: "Die Erweiterung wird kommen. Österreich muss dabei einen First Mover Effekt ausnutzen, denn die Erweiterung bringt der Wirtschaft auf jeden Fall verstärkte Konkurrenz." (AB)

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