Jung: Wahrheit und Lüge

Was geschieht am 8. Mai wirklich

Wien, 2002-04-26 (fpd) - Der Abgeordnete Wolfgang Jung sieht sich aufgrund der zahlreichen, in der Öffentlichkeit verbreiteten, mehr oder weniger bewußten Unwahrheiten und sachlichen Verdrehungen veranlaßt, nachstehende Richtigstellung zu geben: ****

1. Das Totengedenken der waffenstudentischen Verbindungen findet am 8. Mai schon mehr als ein Jahrzehnt statt, ohne daß es jemals zu Ausschreitungen gekommen wäre oder die Polizei Veranlassung gehabt hätte, einzuschreiten.

2. Ich habe mehrmals, erstmalig auf Ersuchen des damaligen Wiener FPÖ-Parteiobmannes Dr. Rainer Pawkowicz, vor 5 Jahren zu diesem Anlaß gesprochen, ohne daß dies bisher irgendwie negativ vermerkt worden wäre.

3. Die Feier ist als stilles Gedenken mit einer kurzen Rede und einer Kranzniederlegung und einigen Worten eines Geistlichen angelegt, und war niemals als große Kundgebung gedacht.

4. Der Heldenplatz ist nicht, wie von manchen bösartigerweise unterstellt, wegen seiner "historischen Bedeutung" als Ort gewählt, sondern weil sich dort die Krypta mit dem Grab des unbekannten Soldaten aus dem 1. Weltkrieg befindet. Diese ist das offizielle Denkmal der Republik für die gefallenen Soldaten beider Weltkriege. Dort werden auch jährlich vom Bundespräsidenten und der Bundesregierung unbeanstandet Kränze niedergelegt. Dies erfolgte in der Vergangenheit auch durch ausländische Regierungsmitglieder.

5. Der 8. Mai wurde wegen seiner symbolischen Bedeutung ausgesucht, weil er hoffentlich der letzte Tag in der österreichischen Geschichte ist, an dem Soldaten auf österreichischem Boden in einem Krieg sterben mußten.

6. Ich trete keineswegs in einer Diskussionsveranstaltung mit Herrn Claus Nordbruch auf, und kenne diesen auch nicht. Dies bedeutet jedoch keine Qualifizierung seiner Person, weil mir weder Äußerungen noch Verhaltensweisen bekannt sind, die dies notwendig machen würden. Die "Anschüttungen" durch das DÖW alleine genügen mir allerdings nicht für eine Distanzierung, sonst dürfte ich mit sehr vielen honorigen Österreichern, die ich charakterlich als wertvoller als Dr. Neugebauer einschätze, keinen Umgang mehr haben.

"Die Veranstalter wollen einen ruhigen und würdigen Ablauf dieses Gedenkens", so Jung. "Sie werden deshalb mit den Behörden kooperieren.
Eines jedoch können sie sicher nicht akzeptieren, nämlich daß den Heldenplatz dann, an Stelle einer von ihnen organisierten und bereits seit Monaten (lange vor den Vandalenakten der linken Randalierer des 13. April) behördlich genehmigten Veranstaltung nun linke Chaoten den Burgplatz in Beschlag nehmen." (Schluß)

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