GLOBAL 2000 fordert: Österreichische Stromlösung muss garantiert atomstromfrei sein

Umweltschützer erteilen E.ON-Deal klare Absage - Umbau in eine atomfreie Zukunft beginnen!

Wien (OTS) - In der sich abzeichnenden österreichischen Stromlösung darf es weder jetzt noch in Zukunft für E.ON und andere Atomstromkonzerne Platz geben. "Der Umbau in eine atomstromfreie Zukunft muss endlich beginnen. Eine österreichische Anti-Atomstromlösung sollte zweierlei bewirken: Kein weiterer Ausverkauf an Atomstromkonzerne und keine Atomstromimporte durch Verbund oder Landes-EVUs", stellt Heinz Högelsberger, Energiereferent von GLOBAL 2000 klar. Daher wäre eine "österreichische Stromlösung" nur akzeptabel, wenn die beteiligten Landesgesellschaften ihren Strom auch aus österreichischen Wasserkraftwerken zukaufen. Zugleich müssen sich die österreichischen Stromfirmen aus Handelsgeschäften mit Atomstrom zurückziehen. "Da in Österreich nach wie vor mehr Elektrizität erzeugt als verbraucht wird, ist es ein Skandal, dass der Atomstromanteil im österreichischen Netz immer weiter steigt", so Högelsberger weiter. GLOBAL 2000 macht dafür zwei Tendenzen verantwortlich: Landesgesellschaften wie Wienstrom und EVN importieren zunehmend Atomstrom, während auch der Verbund durch Tradinggeschäfte seine ursprünglich atomstromfreie Produktion "kontaminiert".

"Es muss eine Stromlösung geben, die den Ausverkauf und den steigenden Atomstromimport stoppt bzw. rückgängig macht" fordert Heinz Högelsberger. Gleichzeitig gibt GLOBAL 2000 zu bedenken, dass eine Stromlösung für ganz Österreich inzwischen nur mehr eine Mär ist. VKW und TiWAG sind liefertechnisch eng mit den Atomstromkonzernen EnBW bzw. E.ON verflochten. Deshalb sind Vorarlberg und Tirol an einer gesamtösterreichischen Kooperation nicht interessiert. In Südösterreich haben sich Atomstromkonzerne EdF und RWE massiv bei EStAG und KELAG eingekauft. Die Salzburg AG wiederum operiert bislang weitgehend allein. "Verschuldet durch Versäumnisse und Provinzialismus der vergangenen Jahre greift die sogenannte österreichische Lösung nur im Nordosten des Landes", attestiert Högelsberger abschließend.

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