Licht ins Dunkel: Nach erster Zwischenbilanz wurden 285.000 Kilogramm Münzen gesammelt

Kleingeldaktion hat alle Erwartungen weit übertroffen

Wien (OTS) - Die Sammelaktion von in- und ausländischem Kleingeld zugunsten der Aktion "Licht ins Dunkel" hat bisher alle Erwartungen weit übertroffen. In einer Pressekonferenz heute Freitag, den 26. April 2002, wurde eine erste Zwischenbilanz gezogen. Den ersten Ergebnissen nach wurden von den Partnern der Kampagne 285.000 Kilogramm an Münzen aufgebracht. Das entspricht 80 bis 100 Millionen Stück. Aufgrund bisheriger Auszählungen beträgt der Wert von einem Kilogramm Münzen zwischen 20 und 23 Euro, Nach heutigem Stand kann somit mit einer Spendensumme zwischen 5,81 und 7 Millionen Euro gerechnet werden.

Der Initiator und Leiter der Aktion "Licht ins Dunkel", Kurt Bergmann, dankte allen Aktionspartnern und betonte den "sensationellen Erfolg" dieser Kampagne. Das Ergebnis, so Bergmann, werde sich allerdings noch etwas ändern, da noch nicht alle Münzen ausgezählt sind.

Die Geldstücke konnten bei mehr als 6.000 Geschäftsstellen der Partner in ganz Österreich abgegeben werden und wurden entweder direkt - oder über die Geldservice Austria-Standorte in den Bundesländern - ins Münz-Logistikzentrum in Wien transportiert. 15 Sattelschlepper sind notwendig, um die Menge an Kleingeld zur weiteren Verarbeitung zur Coin Company International nach London zu bringen. Die englische Coin Company International ist das einzige Unternehmen in Europa, das darauf spezialisiert ist, Geldmischungen jeglicher Art in Bargeld zu "verwandeln". Die Münzen werden von etwa 80 Mitarbeitern rund um die Uhr händisch sortiert, den einzelnen Ländern zugeordnet, ausgezählt, verpackt und zu den jeweiligen Nationalbanken geschickt, die dann die entsprechenden Beiträge nach London überweisen. Das eingewechselte Geld geht dann auf die Subkonten der Partner von "Licht ins Dunkel", sodass jeder Partner weiß, wie viel pro Partner erarbeitet wurde. Aufgrund des riesigen Erfolges der Aktion werden bis zur endgültigen Bekanntgabe des Ergebnisses noch Monate vergehen. Die Coin Company International verrechnet für ihre Leistungen rund 15%.

Die drei Etappen der Kleingeldaktion

- Im Frühjahr 2001 startete die Aktion "Gib dem Schilling eine Chance. Spende für Kinder in Not". Nach einem Jahr zogen das Österreichische Jugendrotkreuz und "Licht ins Dunkel" eine erfolgreiche Bilanz: Schilling- und Groschenmünzen im Wert von rund 508.000 Euro wurden von Mai 2001 bis Februar 2002 an den 6200 Schulen Österreichs gesammelt.

- Im Herbst folgte die gemeinsame Plattform von Banken, Firmen und Organisationen, die unter dem Motto "Gib Deinen Münzen eine Chance. Spende für Menschen in Not." Münzen in- und ausländischer Währungen für benachteiligte und notleidende Menschen in ganz Österreich, insbesondere Kinder, sammelte.

- Mit der Zustellung der "Ö3-Wundertüte" an alle Haushalte durch die Post begann die letzte Phase. Das Kleingeld, das mittels "Ö3-Wundertüte" gespendet wurde, kommt dem Soforthilfefonds von "Licht ins Dunkel" zugute. 230.00 Wundertüten wurden zurückgeschickt, das Gesamtgewicht der Münzen liegt bei 98 Tonnen, sodass man von einem geschätzten Gesamtwert von etwa 2 bis 2,3 Millionen Euro ausgeht. Hary Raithofer, Moderator des Ö3-Weckers dankte allen Ö3-Hörern für die vielen gespendeten Wundertüten und machte darauf aufmerkasm, dass alle ORF-Landesstudios, Ö3, das Funkhaus und das ORF-Zentrum weiterhin "Ö3-Wundertüten" für einen guten Zweck entgegennehmen.

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