Wer hat Recht im Urlaub?

WKÖ und Fachhochschule Wr. Neustadt laden zu ganztägigem Symposium am 24. Mai - Neue Trends, jüngste Gerichtspraxis und aktueller Reformbedarf im Reiserecht

Wien (PWK295) - Das europäische Reiserecht ist in raschem Umbruch begriffen. Neue Entwicklungen, wie Änderungen des Gewährleistungs-, Steuer- und Versicherungsrechtes, führen auch in Österreich zu einem erheblichen Reformbedarf.

Eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Lage bieten die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich und die Fachhochschule Wiener Neustadt in einem gemeinsamen Symposium, das am Freitag, 24. Mai, im TFZ (Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt) über die Bühne geht. Ein gutes Dutzend Experten aus dem In- und Ausland diskutieren dabei ganztägig die Notwendigkeit einer Reform, wobei jüngste Entwicklungen in Deutschland Anregungen für das österreichische Reiserecht bringen sollen. Die Wirtschaftskammer ist am Podium mit Spartengeschäftsführer Michael Raffling und dem Geschäftsführer des Fachverbandes der Reisebüros, Thomas Wolf, vertreten.

Wie Raffling in einer Vorschau auf das Ereignis feststellt, haben sich auf internationaler Ebene mit der Entscheidung des EuGH in der Rechtssache Leitner/TUI die Rahmenbedingungen auch für das österreichische Pauschalreiserecht geändert. Reformbestrebungen auf europäischer Ebene betreffen Überbuchungen im Flugverkehr sowie das Umsatzsteuerrecht. Auf nationaler Ebene habe die für die Dienstleistungsbranche überzogene Gewährleistungsreform zur Forderung nach der Einführung einer Rügepflicht für den Reisenden geführt. Von Seiten des Justizministerium werde schließlich eine gesetzliche Regelung für "entgangenen Urlaubsgenuss" überlegt.

Das Reiserecht, so Raffling, weise mehr Aspekte als nur das Pauschalreiserecht auf. So treten in den verschiedensten Rechtsgebieten spezifische Probleme im Zusammenhang mit dem Tourismus auf. Bei diesem Symposium bestehe jetzt die in dieser fachlichen Dichte in Österreich bisher einmalige Möglichkeit zum Gedankenaustausch mit Praktikern und Wissenschaftlern sowie zur Diskussion offener Fragen. (hp)

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