Heimische Stromlösung steht - ein großer Tag für Österreich!

UMWELTDACHVERBAND freut sich über den Sieg der Vernunft

Wien (OTS) - Jetzt ist es fix. Der Kampf um den Verbleib der Verfügungsrechte über unsere Wasserkraftwerke in Österreich ist erfolgreich zu Ende gegangen - die österreichische Stromlösung ist da! Der Umweltdachverband hat sich seit Bekanntwerden des E.ON-Verbund Deals vehement gegen den geplanten Abverkauf von Wasserstrom-Verfügungsrechten an den deutschen Atomriesen E.ON ausgesprochen und für eine österreichische Lösung gekämpft.

"Der Bauplan für die österreichische Stromlösung liegt auf dem Tisch und die Handwerker stehen bereit. Die Politik muss nun starken Worten auch entsprechende Taten folgen lassen und am kommenden Montag die Errichtung beauftragen. Und das ohne die Beteiligung der E.ON!", sagt Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes. "Wir freuen uns sehr, dass diese Einigung gelungen ist. Es ist auch ein großer Tag für den Umweltdachverband".

Österreichische Lösung steht - keine Hintertür für die E.ON

Mit der österreichischen Stromlösung haben sich die größten österreichischen Energieversorger auf eine gemeinsame Zukunft verständigt und die Basis für eine eigenständige Entwicklung der heimischen Elektrizitätswirtschaft gelegt. Es ist ein Sieg der Vernunft, der für alle Beteiligten Vorteile bringt und zudem garantiert, dass die Verfügungsrechte über die heimische Wasserkraft auch in Zukunft in österreichischer Hand bleiben.
Um sicherzustellen, dass das wertvolle Asset Wasserkraft nicht doch noch zum Spielball der ausländischen Atomstromkonzerne wie E.ON, EDF oder RWE wird, müssen alle Hintertüren für spekulative Beteiligungen an der Wasserkrafttochter der Verbund, der "Austrian Hydro Power" (AHP) geschlossen werden.

Die AHP die 85 Wasserkraftwerke in Österreich betreibt, ist das Rückgrat unserer Stromversorgung. Die Verbundgesellschaft besitzt 80% der Aktien an der AHP. Mit dem Zustandekommen der österreichischen Lösung gibt es keinen, auch keinen betriebswirtschaftlichen Grund, für einen Einstieg eines ausländischen Stromkonzerns bei der Verbundgesellschaft. Denn speziell der Verbund hat sich im europäischen Markt erfolgreich plaziert und allein in den letzten drei Jahren die Nettoverschuldung um fast 730 Mio. Euro gesenkt.

BM Bartenstein ist daher gefordert, öffentlich klarzustellen, dass er und der Verbund weder einzelne Wasserkraftwerke noch eine Beteiligung (Aktien) an der Verbund-Wasserkrafttochter AHP an die E.ON zu verkaufen beabsichtigt. Keine Umgehung der "Österreich Lösung" durch einen Ausverkauf durch die Hintertür! BM Bartenstein darf nicht wieder den gleichen Fehler machen wie bei KELAG und ESTAG, wo er Minderheitsbeteiligungen der RWE und EDF gegen den Willen der österreichischen Bevölkerung zugelassen hat. Nach letzten Umfragen sprechen sich fast 90% der ÖsterreicherInnen klar gegen eine Beteiligung von Atomstromkonzernen an heimischen Energieversorgern aus.

"Ich appelliere im Namen der österreichischen Bevölkerung an alle Eigentümervertreter und im speziellen an die Bundesregierung, sich klar und unmissverständlich für die österreichische Stromlösung ohne eine Beteiligung der E.ON auszusprechen. Die gewählten Volksvertreter dürfen den Willen der österreichischen Bürger nicht ignorieren und müssen alles tun, um die heimische Wasserkraft vor einer weiteren Beteiligung eines Atomriesen zu schützen", fordert Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes.

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sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
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