"DIE II. REPUBLIK IST DIE ANTITHESE ZUR NS-ZEIT" Nationalratspräsident Fischer zum 57. Gründungstag der Republik

Wien (PK) - Heute jährt sich zum 57. Mal der Gründungstag der
II. Republik, und das war eine positive historische
Weichenstellung, von der wir bis heute profitieren, weil sie an
der Wiege der Erfolgsstory der II. Republik steht", sagte heute Nationalratspräsident Heinz Fischer. "Karl Renner hat am 27.
April in Zusammenarbeit mit den Obmännern der bereits in den letzten Kriegstagen wieder gegründeten politischen Parteien die Unabhängigkeitserklärung der II. Republik veröffentlicht. Damit wurde Österreich nach sieben Jahren Nationalsozialismus und Eingliederung in das Großdeutsche Reich Adolf Hitlers wieder als unabhängiger demokratischer Staat in den Grenzen von 1938 errichtet. Die Weichen wurden im April 1945 so gestellt, dass die II. Republik als Antithese zur NS-Zeit konstruiert war. Obwohl seither 57 Jahre vergangen sind und der Normalisierungs- und Wiederaufbauprozess längst abgeschlossen ist, bleibt die Verpflichtung aufrecht, gegenüber allen antidemokratischen und insbesondere neonazistischen Strömungen wachsam zu sein", betonte Fischer.

Es sei weder rechtlich noch moralisch noch politisch zulässig,
mit Neonazi-Parolen in Wiens Straßen in Erscheinung zu treten, sagte der Nationalratspräsident weiter. Man müsse aber hinzufügen, dass die überwältigende Mehrheit der österreichischen Bevölkerung von den Ideen und Verbrechen der NS-Zeit heute so
weit entfernt ist, dass man von einer weitgehenden Immunisierung gegen NS-Ideen sprechen und volles Vertrauen in die Stabilität unserer Demokratie haben kann, schloss Fischer. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: pk@parlament.gv.at, Internet: http://www.parlament.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPA/03