Niederwieser will echte Verhandlungen zur Unireform: Einigung zwischen Graf und Gehrer ist zu wenig

Wien (SK) "Es kann nicht sein, dass Bildungsministerin Gehrer mit FP-Wissenschaftssprecher Martin Graf in trauter Zweisamkeit die inhaltlichen Zielvorstellungen zur Unireform akkordiert und ausdrücklich betont, diese nicht in die Gesetzesvorlage, sondern erst in der parlamentarischen Behandlung hinzufügen zu wollen", kritisiert SPÖ-Wissenschaftssprecher Erwin Niederwieser den laut heutiger "Presse" eingeschlagenen Verhandlungsstil. Ministerin Gehrer müsse zur Unireform ein Papier auf den Tisch legen, das die Vorschläge der Stellungnahmen berücksichtigte, die Frage der Medizinischen Fakultäten kläre und inhaltlich dem Verfassungsrecht entspreche", betont Niederwieser am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Alles andere wäre ein Verhandlungsstil, der so nicht weitergehen könne. ****

Man könne sich über Graf nur wundern, dass die Partei der "kleinen Leute" jetzt die Schiene der Großverdiener fahre und für eigene Medizin-Unis samt Pharmaziestudium eintrete, "nur weil einige Professoren die Höhe des Einkommens vor den Idealen der Medizin stellen", so Niederwieser. Im Interesse der Wissenschaft dürfe diese Änderung nicht eintreten, stellt der SP-Wissenschaftssprecher fest.

Die SPÖ sei im Interesse arbeitsfähiger Universitäten zur konstruktiven Arbeit bereit, ohne sich unter Zeitdruck setzen zu lassen. "Allerdings habe ich nicht bedacht, dass die Regierung bei den Verhandlungen wie in der Echternacher Springprozession immer nur ein paar Schritte vor und dann wieder zurück geht. Da bewegen wir uns kaum von der Stelle und es dauert eben länger, bis man ans Ziel kommt", schloss Niederwieser. (Schluss) ml/mp/mm

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