DOLINSCHEK: Abfertigung: "Sozialpartner heillos überfordert"

"Beim Einhebungsmodus der Abfertigungsbeiträge den Verwaltungsaufwand gering halten"

Wien, 2002-04-26 (fpd) - "Wenn ein Wirtschaftskammerpräsident auf mehr Bürokratie pocht und sich ein ÖGB-Präsident gegen den Generalkollektivvertrag stellt, obwohl diesen die Sozialpartner selbst abschließen, ist dies ein Zeichen dafür, daß die Sozialpartner in sich selbst kein Vertrauen besitzen und überdies heillos überfordert sind", stellte heute FPÖ-Abg. Sigisbert Dolinschek zu den jüngsten Äußerungen von Leitl und Verzetnitsch über den Abfertigungs-Begutachtungs-Entwurf der Regierung fest. ****

Jahrelang habe die FPÖ gefordert, das bestehende System dahingehend zu reformieren, daß nicht nur 15 Prozent der Arbeitnehmer in den Genuß eines Abfertigungsanspruches kommen sollten, sondern jeder einen solchen erhalten sollte. "Und zwar weg von den Stufensprüngen hin zu einem linearen Anwachsen des Anspruches mit einer für den Arbeitnehmer wählbaren Auszahlung in Form eines Einmalbetrages oder einer monatlichen Rentenzahlung", erklärte Dolinschek.

Die Sozialpartner hätten in der Frage der Abfertigung bis jetzt nicht wirklich etwas weitergebracht und würden sich nun auch über den Einhebungsmodus der Abfertigungsbeiträge mokieren. "Der Einhebungsmodus - ob nun über die Gebietskrankenkassen oder über die Mitarbeitervorsorgekassen - ist nebensächlich, es geht hauptsächlich darum, den Verwaltungsbeitrag möglichst gering zu halten. Der von den Gebietskrankenkassen angegebene Verwaltungsaufwand von 0,7 Prozent ist jedenfalls zu viel. Es muß eine unbürokratische Lösung gefunden werden, die dem Arbeitnehmer seinen Abfertigungsanspruch in einer entsprechenden Höhe sichert", schloß Dolinschek. (Schluß)

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