tetratel ruft Bundes-Vergabekontrollkommission an

Konsortium von Austro Control, Kapsch und Motorola für erneute Durchsicht der Bewertung im ADONIS-Ausschreibungsverfahren

Wien (OTS) - Das Konsortium tetratel wird einen Schlichtungsantrag an die Bundes-Vergabekontrollkommission gegen die von der ADONIS-Bewertungskomission bekanntgegebene Zuschlagsentscheidung stellen. Aufgrund der Qualität des tetratel-Angebotes und des geringen Abstandes zum Erstgereihten hält tetratel eine erneute Durchsicht der Bewertung für sinnvoll. Dadurch soll sichergestellt werden, dass für Österreichs Sicherheitsdienste das beste Kommunikationssystem zum besten Preis realisiert wird.

Folgende Punkte sind für die Qualität des tetratel-Angebotes wesentlich: Motorola bietet mit Dimetra IP im Vergleich aller Anbieter die beste Technologie und die derzeit einzige IP-Lösung für landesweite TETRA-Systeme. Austro Control garantiert als Betreiber die höchsten Sicherheitsstandards und Kapsch verfügt über langjährige Erfahrung in der Errichtung von Hochsicherheitsnetzen.

Das ADONIS-Projekt umfaßt den Aufbau und Betrieb eines österreichweiten Funknetzes für alle Sicherheits- und Rettungskräfte. Das ADONIS-Netz soll den Blaulichtkräften eine gruppenübergreifende und sichere Kommunikationsplattform bieten. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Inneres vergeben.

tetratel drei Partner mit höchster Erfahrung

Die drei Partner Austro Control, Motorola und Kapsch haben sich zum Konsortium tetratel zusammengeschlossen und verfügen gemeinsam über jahrelange Erfahrung im Aufbau von Funknetzen, höchste Sicherheitskenntnisse aus dem täglichen Betrieb sowie Verständnis für spezielle Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben:

Austro Control garantiert tagtäglich die höchsten Sicherheitsstandards in der Luftfahrt. Rund um die Uhr wird dafür gesorgt, dass sicherheitskritische Informationen wie Radar- und Navigationsdaten sowie Funk-, Wetter- und Flugplandaten ohne Unterbrechung zur Verfügung stehen. Austro Control will bei Adonis, im Interesse der Verbesserung der öffentlichen Sicherheit in Österreich ihre Kernkompetenzen im Bereich der Telekommunikation unter höchsten Sicherheitsstandards einbringen und als Unternehmen des Bundes zugleich volle Transparenz und den uneingeschränkten Zugriff der öffentlichen Hand in diesem außerordentlich wichtigen, gleichzeitig hochsensiblen Aufgabenbereich des Staates gewährleisten.

Motorola ist weltweit die Nummer eins bei Funksystemen für die öffentliche Sicherheit und hat entscheidend zur Entwicklung des TETRA-Standards beigetragen. In 24 Ländern der Welt ist der amerikanische Technologiekonzern derzeit mit seiner TETRA-Technologie vertreten und hat bereits 37 Verträge für Funknetze erfolgreich abgeschlossen. Damit verfügt das Unternehmen über ein höheres Auftragsvolumen und mehr in Betrieb stehende TETRA-Netze als irgendein anderer Hersteller. Motorola ist bisher der einzige Systemanbieter, der großflächige TETRA-Netze mit mehreren
Switches (z.B.: UK, NL) realisiert hat, die im Betrieb von Sicherheitsorganisationen sind.

Kapsch hat als das führende, rein österreichische Unternehmen der Telekommunikationstechnik in der Vergangenheit bereits ein entsprechendes Kommunikationsnetz für das Bundesministerium für Landesverteidigung errichtet und kennt die Unterschiede zwischen einem herkömmlichen Mobilfunknetz und einem Hochsicherheitsnetz aus Erfahrung. So kommt der Ausfallsicherheit sowie der Sicherheit der Information generell gemeint sind damit Abhörschutz und Hackerproblematik besonders hohe Bedeutung zu. Die Öffnung des geplanten Netzes für Benutzer außerhalb des Kreises der Blaulichtorganisationen scheint daher nicht sinnvoll.

Aufgrund der bestehenden rechtlichen Vorgaben kann das Konsortium tetratel zur Zeit keine weiteren Aussagen zum Schlichtungsverfahren machen. Es wird mit einer Verfahrensdauer von einigen Wochen gerechnet. Bei einem so wichtigen und komplexen Projekt und einem denkbar knappen Bewertungsergebnis ist eine Überprüfung gemäß den dafür vorgesehenen Vorschriften durchaus die Regel.

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Mag. Petra Jakob
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petra.jakob@motorola.com

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