Scheele: Spannende Debatte mit Gentechnik-Experten im Europäischen Parlament

Scheele fordert EU-Kennzeichnungsbestimmungen auch für Produkte von mit Gentechnik-Futter gefütterten Tieren

Wien (SK) "Wir brauchen die Ausweitung des Geltungsbereichs der EU-Rechtsvorschriften zu genetisch veränderten Organismen wie im Kommissionsvorschlag vorgesehen - und darüber hinaus die Übernahme der Kennzeichnungsbestimmungen auch für Produkte von Tieren, die mit Gentechnik-Futter gefüttert wurden", erklärte die niederösterreichische SPÖ-Europaabgeordnete Karin Scheele, Berichterstatterin im Umweltausschuss zum Thema 'Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel', am Donnerstag bei dem von ihr organisierten Hearing im Europäischen Parlament. "Die Anhörung bot uns die Möglichkeit, spannende Debatten mit Vertretern von Verbrauchern und Umweltschützern, der Industrie, der Landwirtschaft und den Wiederverkäufern zu führen", so Scheele. ****

"Schwellenwerte für zufällige und technisch nicht vermeidbare Verunreinigungen sind notwendig." Der Kommissionsvorschlag sehe einen einprozentigen Schwellenwert für gentechnisch veränderte Organismen vor. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass diese Bestimmung auch für nicht in der Gemeinschaft zugelassene GVOs gilt. Der Schwellenwert für zugelassene GVOs sollte möglichst niedrig gehalten werden", erklärte Scheele.

"Das Zulassungsverfahren ist örtlich und inhaltlich zu sehr konzentriert. Warum und vor allem mit welchen Mitteln soll die Europäische Lebensmittelbehörde in Zukunft auch Umweltverträglichkeitsprüfungen durchführen?", fragte Scheele. Nach Kommissionsvorschlag reichte ein einziger Antrag für die Genehmigungen zur absichtlichen Freisetzung von GVOs in die Umwelt und zur Verwendung dieser GVO in Lebens- und/oder Futtermitteln. "Die Freisetzung soll weiterhin nach der Freisetzungsrichtlinie 2001/18 erfolgen, und daher muss diese Verordnung im Einklang mit der Richtlinie stehen - und darf diese nicht ersetzen", so Scheele.

"Die Öffentlichkeit muss rasch und einfach Zugang zu allen wesentlichen Unterlagen des Genehmigungsverfahrens erhalten. Die Entscheidung über die Zulassung muss klar, transparent und nachvollziehbar sein. Die Verbraucher haben schließlich ein Recht auf Information darauf, warum ein Produkt zugelassen wird", schloss Scheele. (Schluss) wf/mp

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