Haigermoser: Wirtschaft muß sich verstärkt in Politik einbringen

"Wer gegen eine Lohnnebenkostensenkung auftritt, versündigt sich an Arbeitsplätzen und Wirtschaftsstandort!" - RFW-Anträge dominierten erstes Salzburger Wirtschaftsparlament

Salzburg, 26-04-2002 (OTS) Der Titel "Wirtschaftsparlament", unter dem gestern erstmals die Vollversammlung der Wirtschaftskammer Salzburg stattgefunden hatte, müsse mehr als nur eine neue Etikette sein. Die Wirtschaft müsse sich daher verstärkt in die Politik einbringen, fordert Salzburgs Wirtschaftskammer-Vizepräsident NAbg.a.D. Helmut Haigermoser.****

"In der Politik wird oft vergessen, dass es soziale Gerechtigkeit nur in einer florierenden Wirtschaft gibt. Wer gegen eine Lohnnebenkostensenkung auftritt, versündigt sich an Arbeitsplätzen und dem Wirtschaftsstandort Österreich", betonte Haigermoser in seiner Wortmeldung vor dem Wirtschaftsparlament. "Ich kann die Floskel vom "Kleinen Mann" nicht mehr hören." Fleißige und Tüchtige seien überall vertreten, bei Arbeitgebern wie Arbeitnehmern.

Die noch für heuer geplante Sterbekarenz sowie die "Abfertigung-Neu" bezeichnete Haigermoser als Bereiche, wo die Wirtschaft abermals gefordert werde. Daher brauche es dringend Entlastungen für Unternehmer, so der freiheitliche Vizepräsident, der auch erneut den Wegfall des 13. Umsatzsteuertermines einmahnte.

Dementsprechende Anträge des Ringes Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) nach einer Steuerreform mit Entlastungen für die Wirtschaft und einer klaren Absage an eine Erhöhung der Einheitswerte sowie gleichzeitig mit der Einführung der "Abfertigung-Neu" für Arbeitnehmer auch für Wirtschaftstreibende Chancengleichheit für eine zweite Pensionssäule herzustellen, wurden von allen im Wirtschaftsparlament vertretenen Fraktionen einstimmig angenommen.

Bezüglich der bevorstehenden Gewerbeordnungs-Novelle bedauerte Haigermoser, dass eine Lehrabschlußprüfung künftig nicht mehr als Zugangsvoraussetzung für die Meisterprüfung notwendig sein solle. "Das ist das falsche Signal. Die Wertigkeit der Lehre geht dadurch verloren." (Schluss)

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