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Klagenfurt (OTS) - Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: Nicht mehr als ein Abendessen=

Utl.: Ausgabe vom 26. Apr. 2002=

Maximal 18 Euro - so viel wie ein schönes
Abendessen - kostet die Bürger der 15 derzeitigen EU-Länder pro Kopf und Jahr die Aufnahme der zehn osteuropäischen Staaten. Das rechnete gestern die Chefvolkswirtin der Bank Austria, Marianne Kager, vor. So viel zur Panikmache vor den immensen Kosten, mit der die Erweiterungsgegner so gerne operieren.

Wenn man sich zu einem großen Ganzen bekennt, dann sollte einem eigentlich klar sein, dass das auch heißt, dass die Stärkeren im Bunde die Schwächeren stützen. Auch Österreich hat beim Beitritt von diversen Stützungen profitiert und sie als hochwillkommen gerne angenommen.

Aber die Beitrittskandidaten sind nicht nur "Bittsteller", sie sind auch Staaten mit einer großteils sehr hohen wirtschaftlichen Dynamik und einem immensen Aufholprozess. Von diesen Faktoren profitiert Österreich heute schon und wird es in Zukunft noch stärker tun. Auch die so gerne überzeichnete Gefahr einer "Überflutung" mit Arbeitskräften aus den Beitrittsländern ist umso weniger gegeben, je mehr die Arbeitsbedingungen in den Kandidatenländern denen in der EU angeglichen werden. Auch dabei werden die Beitrittsländer fürs Erste Unterstützung brauchen. Summa summarum sollte aber auch der, der in der europäischen Idee nicht mehr als eine reine Kosten-Nutzen-Rechnung zu erblicken vermag, einsehen: Das eine Abendessen, das wir für die Erweiterung investieren, werden wir uns aus den schon jetzt boomenden Wirtschaftsbeziehungen mit den dynamischen Beitrittsländern in multiplizierter Form wieder zurückholen.

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