"Engel auf Pfoten" fordern Anerkennung des Blindenhundes als Hilfsmittel

Wien (OTS) - Die Sehbehinderten- und Blindenorganisation "Engel
auf Pfoten" wurde im November 2000 gegründet und hat seit der Gründung neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch das österreichweite Projekt "Sehen-Verstehen" vor allem ein Ziel, nämlich die Mobilität sehbehinderter und blinder Menschen zu fördern.

"Als wesentliche Mobilitätshilfe sehen wir daher den Blindenführhund an, der keineswegs ein Schoßhund oder Spielgefährte ist, sondern ein wichtiges "Hilfsmittel" um selbständig und selbstbestimmt den Alltag zu bewältigen", sind Roland Komuczky und Mag. Nicole Scholz, Gründer der Sehbehinderten- und Blindenorganisation, überzeugt.

Wenn man eine Strecke mit dem Stock als Orientierungshilfe in einer halben Stunde bewältigt, so kann der Blindenführhund in etwa 5-10 Minuten führen und dies auch in unbekanntem Gelände. Neben der erhöhten Mobilität stellt auch der psychosoziale Faktor einen wichtigen Aspekt dar, da der sehbehinderte oder blinde Mensch Verantwortung übernehmen muss und durch das Tier oft aus sozialer Isolation und auch zu einer positiveren Einstellung zum Leben geholt wird.

Die Kosten für Blindenführhunde sind leider seit der Einführung der "Qualitätsprüfung" sprunghaft gestiegen, bei der Finanzierung durch die Sozialversicherungsträger würde sich aber unseres Erachtens der Markt aufgrund höherer Nachfrage und der Möglichkeit von Sonderkonditionen bei Vertragspartnern sicherlich regulieren.

Auf ein Schreiben vom 26. 9. 2001 an Herwig Frad, Präsident des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger Österreichs, erhielten die "Engel auf Pfoten" bisher nicht mehr als eine Bestätigung, dass das Schreiben eingelangt ist, eine konstruktive Stellungnahme blieb aus.

Nun möchte die Sehbehinderten- und Blindenorganisation verstärkt die Öffentlichkeit wachrütteln sowie an Österreichs Politiker appellieren, sich dafür einzusetzen, dass Blindenführhunde endlich offiziell als "Hilfsmittel" anerkannt werden und auf die Hilfsmittelliste des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger Österreichs eingetragen werden.

"Bis wir erreicht haben, dass Blindenführhunde von den Sozialversicherungsträgern finanziert werden, möchten wir immer wieder Menschen bei der Finanzierung dieser so wichtigen Helfer zur Bewältigung des Alltags helfen. Jede noch so kleine Spende hilft uns bei dieser Aufgabe", appelliert Roland Komuczky.

Spendenkonto: Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Ktonr. 1.133.214, BLZ 32.000.

Die Organisation selbst wird übrigens zur Gänze durch ehrenamtliche Funktionäre getragen. Die Mitgliedschaft ist für Betroffene kostenlos, mit einem Jahresbeitrag von EUR 18,70.- kann man als förderndes Mitglied die "Engel auf Pfoten" unterstützen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Nicole Scholz
info@engelaufpfoten.at
mobil: 0699/107 18 279
http://www.engelaufpfoten.at

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