VP-Gerstl: Die Frage neuer U-Bahnsitze gehört durch einen Fahrgastbeirat geklärt

Gibt es künftig nur Stehplatze in U-Bahnen!?!? - "Neue" Schwachstelle im ÖPNV-Vertrag von StR Rieder

Wien, 25.04.2002 - "Die Benutzer der Wiener Linien haben ein Recht darauf zu entscheiden, auf welchen U-Bahnsitzen sie künftig sitzen werden. Ich wiederhole daher meine Forderung nach Einrichtung eines von den Wiener Linien unabhängigen Fahrgastbeirates, der sich unter anderem auch mit solchen Fragen beschäftigen soll", so der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, Gemeinderat Mag. Wolfgang Gerstl, zu den von den Wiener Linien avisierten bzw. zur Diskussion gestellten neuen Metallsitzen in den U-Bahnen.

"Kostenvorteile durch leichtere und schnellere Reinigung dürfen nicht zu Lasten des Komforts und der Attraktivität des Wiener U-Bahn-Netzes durchgeführt werden. Es ist die Pflicht der Wiener Linien und einer verantwortungsvollen Verkehrspolitik, alles zu unternehmen, um die Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel zu steigern. Es genügt nicht zu sparen. Man muß auch bereit sein, sinnvolle Ausgaben zu tragen", so Gerstl weiter.

"Der Vorteil von Metallsitzen bezüglich Hygiene ist nur deshalb plausibel, weil die Bezüge derzeit mangelhaft gereinigt werden. Viele Fahrgäste bevorzugen es zu stehen - niemand setzt sich gerne auf einen kaugummiverklebten Sitz. Schade nur, dass die SP-Alleinregierung keine Möglichkeit mehr hat, sich in diese, wie auch in anderen Fragen einzubringen. Theoretisch könnten die Wiener Linien in den U-Bahnen nur noch Stehplätze anbieten. Das wäre noch hygienischer und noch billiger bei der Reinigung. Im dünnen ÖPNV-Vertrag von StR Rieder ist dieses Qualitätskriterium genauso wenig festgeschrieben wie so vieles andere auch", so Gerstl abschließend (Schluss)

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