Gewerkschaftswahl: Skandal um Manipulation weitet sich aus

Immer mehr Unterschriften für Plattform KUG/AUF zurückgezogen, neuer Verdacht: Unterschriftsfälschung

Wien (FSG/GdG). Der Skandal um manipulierte Unterstützungserklärungen der Plattform KUG/AUF weitet sich aus. Nachdem Unregelmäßigkeiten bei der Gewerkschaftswahl bereits erwiesen sind, droht die "Kugelschreiber-Affaire" nun auch auf die Personalvertretungs-Wahlen überzugreifen. Der Sekretär der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG), Erich Kniezanrek: "In mindestens einem Fall besteht der dringende Verdacht auf Unterschriftsfälschung."++++

Um die nötigen Unterstützungserklärungen zum Antreten bei der Gewerkschaftswahl am 8. Mai zusammenzubekommen, hatte die "Plattform KUG/AUF-Komitee unabhängiger Gemeindebediensteter/Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher" die Unterschriftslisten mit verschiedenfärbigen Kugelschreibern manipuliert. Nachdem die Listenführerin Romana Schenk-Neubauer vor dem fraktionsübergreifenden Wahlvorstand die Wählertäuschung zugegeben hatte, wurden die Listen für ungültig erklärt. Während immer mehr getäuschte Gemeindebedienstete ihre Unterstützungserklärungen per Fax und Mail zurückziehen, droht sich der Skandal nun aber auf die Personalvertretungswahlen, die ebenfalls am 8. Mai stattfinden, auszuweiten.

Kniezanrek: "Zumindest in einem Fall besteht hier der dringende Verdacht auf Unterschriftsfälschung, da der angebliche Unterstützer der FA-AUF die Unterschrift bestreitet und zum fraglichen Zeitpunkt nicht einmal in der Dienststelle war." Die KUG/AUF, die mittlerweile neue Unterschriftslisten für die Gewerkschaftswahl eingebracht hat, mit denen sie am 8. Mai zur Wahl antritt, sucht ihr Heil unterdessen in der Flucht nach vorn. Kniezanrek zu Vorwürfen, die Aufdeckung der Manipulationen durch den fraktionsübergreifenden Wahlvorstand seien "ein offensichtlicher Rachefeldzug" wegen Berichten der KUG/AUF über das Gehalt des geschäftsführenden Vorsitzenden der GdG, Rudolf Hundstorfer, meinte Kniezanrek: "Mit diesem Schwachsinn rücken die blauen Damen und Herren jedes Mal an, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen." Das tatsächliche Gehalt des FSG-Spitzenkandidaten sei aus diesem Grund bereits mehrfach offengelegt worden und jederzeit auf der Homepage der Gewerkschaft www.gdg.at nachzulesen.

FSG, 25. April 2002
Nr. 26

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