16 Jahre nach Tschernobyl

Hilfswerk Austria fördert die medizinische Versorgung krebskranker Kinder in Osteuropa

Wien (OTS) - Am 26. April 2002 jährt sich zum 16. Mal der bisher schwerste Unfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Atomenergie. Dabei wurde der vierte Reaktorblock des Kern-Kraftwerks Tschernobyl durch eine Explosion vollständig zerstört. Eine unsichtbare "radioaktive Wolke" zog über den Osten Europas und fiel als "heißer Regen" auf Erde und Menschen nieder. Dieser Unfall hat vor allem in der Ukraine und in Weißrussland unauslöschliche Spuren hinterlassen.

Ein Viertel des weißrussischen Bodens ist seither radioaktiv verseucht. 111 von 117 Bezirken sind für alle nachfolgenden Generationen kontaminiert. Heute, 16 Jahre nach der Explosion, leben noch immer rund 1,7 Millionen Menschen in den verstrahlten Gebieten. Darunter 500.000 Kinder. Diese Familien haben keine Möglichkeit, in einer anderen Region ihres Landes eine neue Existenz aufzubauen, einen Arbeitsplatz zu finden und ihre Kinder zu ernähren.

Hohe Radioaktivität ist ein wesentlicher Grund, dass immer mehr Menschen in der Region an Krebs erkranken. Die Abwehrkräfte der Kinder, die heute in Weißrussland und in der Ukraine zur Welt kommen und aufwachsen, sind so schwach, dass Krankheiten, die normalerweise harmlos verlaufen, zu schweren Komplikationen führen können.

Durch die finanzielle Unterstützung aus Österreich konnte Hilfswerk Austria 1997 in Minsk/Weißrußland ein Kinderkrebs-Spital eröffnen, in dem in den vergangenen Jahren die Heilungsrate der kleinen Patienten auf 70 Prozent gestiegen ist. Für jene kleinen Patienten, die an Leukämie, Gehirntumoren oder Schilddrüsenkrebs erkrankt sind und nicht mehr geheilt werden können, setzen sich Ärzte und Krankenschwestern eines mobilen Hospizes ein. Sie besuchen und pflegen die Mädchen und Buben daheim, in den engen Wohnungen ihrer Eltern und kümmern sich - in für Osteuropa modellhafter Weise - nach den Kriterien der palliativen Medizin um die sterbenskranken Kinder und ihre Angehörigen. Dr. Heidi Burkhart, Geschäftsführerin von Hilfswerk Austria: "Die Gehälter des Hospizes werden von Hilfswerk Austria dank privater Spenden aus Österreich finanziert. Wir wollen dieses Hospiz nun erweitern, damit wir mehr sterbenskranke Kinder in den letzten Wochen und Monaten ihres
Lebens begleiten können. Außerdem müssen die Mitarbeiter des Hospizes weiter gebildet werden. Dafür bitte ich die österreichische Bevölkerungherzlich um finanzielle Unterstützung."

Seit einem Jahr läuft darüber hinaus ein weiteres Projekt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung krebskranker Kinder:
Hilfswerk Austria, die österreichische Kinderkrebshilfe und OK -Initiative für krebskranke Kinder in Osteuropa bitten um Spenden, damit ein Kinderkrebs-Spital in Kiew saniert werden kann. Das Gebäude ist in einem völlig desolaten Zustand. Schimmel an den Wänden, undichte Fenster, undichtes Dach, stark abgenutzte Fliesen und veraltete Sanitäreinrichtungen können einen hygienischen Standard, der für eine erfolgreiche Behandlung notwendig ist, nicht gewährleisten. Es mangelt an der technischen Ausstattung und an Medikamenten.

AVISO: Das Theater "Die Rastlosen", aufmerksam geworden durch eine Präsentation des Projektes in der Sendung "Help-TV", veranstaltet eine Benefiz-Aufführung zugunsten des Projektes.

"Schneewittchen - Das Märchen aus dem Koffer"
am Freitag, den 26. April 2002
um 15 Uhr im Stadttheater Mödling, Babenbergerstraße 5
für Kinder von 4 bis 10 Jahren.

Ehrenschutz:

Bundesminister Dr. Ernst Strasser
Univ. Prof. Dr. Helmut Gadner, Leiter des St. Anna Kinderspitals

Im Anschluß an die Veranstaltung bieten die Clowns der "Roten Nasen" eine Kinderwerkstatt mit Schminken und lustigen Clownereien. Ein Buffet, gespendet von der Landesinnung Niederösterreich der Konditoren und Landesinnung Niederösterreich der Bäcker, bildet den kulinarischen Rahmen der Veranstaltung. Die Schüler der Landesberufsschule Baden werden für diesen Anlass backen. Dr. Heidi Burkhart, Geschäftsführerin vom Hilfswerk Austria steht nach einem Vortrag für Fragen zur humanitären Arbeit in der Ukraine und Weißrussland zur Verfügung.

Der Eintritt beträgt 7 Euro. Kartenreservierungen werden unter der Telefonnummer 02236/47909 oder per mail an theater@dierastlosen.at entgegen genommen.

Spendenkonto: PSK 90.100.500 "Hoffnung".

Bilder auf Anfrage unter:

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Mag. Romana Klär
Hilfswerk Austria
Tel.: + 43 - 1 - 40 57 500 - 14
Fax: + 43 - 1 - 40 57 500 -66
Mobil: + 43-676-8787-60 110
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