Kooperationsvereinbarung stärkt Gemeinsamkeiten zwischen den Bundesländern Kärnten und Steiermark

LH Haider traf seine steirische Amtskollegin LH Klasnic zu einem Arbeitsgespräch - Grenzlandfonds für den Süden Österreichs gefordert

Klagenfurt (LPD) - Die Bundesländer Kärnten und Steiermark wollen ihre erfolgreiche Kooperation fortführen und verstärken, um den berechtigten Anliegen des Südens in Österreich und im europäischen Raum Gehör zu verschaffen bzw. diese durchzusetzen. Landeshauptmann Jörg Haider traf heute mit seiner steirischen Amtskollegin LH Waltraud Klasnic im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung zu einem Arbeitsgespräch zusammen. Dabei wurde eine Kooperationsvereinbarung getroffen und unterzeichnet. Einer der wesentlichsten Punkte darin:
die Forderung eines eigenen Grenzlandfonds für beide Länder, wie er für Niederösterreich bereits eingerichtet sei.

Sowohl Kärnten als auch die Steiermark haben eine lange Außengrenze im Süden mit möglichen EU-Beitrittskandidaten. In diesem Zusammenhang und im Hinblick auf die EU-Erweiterung seien zur Vorbereitung und Abfederung für die Südregion zusätzliche Mittel des Bundes gefordert, betonte Haider, der diesbezüglich Verhandlungen mit der Bundesregierung aufnehmen will. Die Erweiterung bringe neue Aufgaben mit sich - von größeren Infrastrukturmaßnahmen bis zu kleinen Projekten in den Gemeinden. Zur Höhe des anderswo bei einem Betrag von rund 7,3 Mio. Euro angesiedelten Grenzlandsfonds meinte Klasnic: "Es darf ein wenig mehr sein!"

Weitere Vorhaben betreffen Tourismus, Wirtschaft, Energie, Gesundheit, Wissenschaft und Forschung sowie Verkehr, wobei nach dem vorläufigen Höhepunkt mit dem Spatenstich für das Koralmprojekt auch hier weiter zusammengearbeitet werden soll, so Haider. Weit gediehen ist auch die Kooperation der beiden Holzländer, die jeweils einen Waldflächenanteil von deutlich mehr als 50 Prozent aufweisen. Der bestehende Holzcluster soll noch verstärkt werden. Ein Pilotprojekt will Haider in der Zusammenarbeit der Landeskrankenanstalten vor allem Richtung Umstellung der EDV-Systeme verwirklichen. Die Versorgung mit IT-Lösungen und das Beschaffungswesen soll neu entwickelt werden. Das könnte sich als Exporthit herausstellen.

Im Tourismus gibt es eine Reihe von Anknüpfungspunkten. Der nächste Zug sollte Richtung gemeinsamer Radweg abfahren. Der "Drau-Mur-Radweg beginnend in Südtirol über Osttirol und Kärnten, Slowenien, Steiermark bis nach Ungarn wird als wichtiges gemeinsames Projekt angesehen", heißt es in der heute unterzeichneten Vereinbarung. Haider strich weiters
das Südalpen-Destinationsmarketing für einen gemeinsamen Marktauftritt als Gesamtregion hervor. Von den Dolomiten bis zum Balaton und von den Hohen Tauern bis nach Dalmatien soll das Projekt reichen und mit INTERREG-Programmen kombiniert werden. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Landespressedienst
Tel.: (0463) 536-2852
http://www.ktn.gv.at/index.html

Kärntner Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL/NKL