FP-Römer: Frauenarbeitslosigkeit in Wien hausgemacht!

31774 Frauen sind in Wien arbeitslos - was tut die Stadt dagegen?

Wien, 25-04-2002 (fpd) - Die Debatte der Frauenarbeitslosigkeit war heute überschattet von den Feststellungen des SP-Landtagspräsidenten Johann Hatzl, der während der Einleitung zur Landtagssitzung die Bundesregierung indirekt in die Nähe der faschistischen Geschichte Österreichs rückte. Römer verwehrte sich massiv gegen Unterstellungen dieser Art und stellte gleichseitig fest, daß die Wiener Stadtregierung zwar ideologiepolitisch tätig sei, sich jedoch eindeutig zuwenig um die beschäftigungspolitischen Belange der Frauen in dieser Stadt kümmere.

Entgegen den bundespolitischen Entwicklungen, wonach die Frauenbeschäftigungsquote im Jahr 2001 gegenüber den Vorjahren entscheidend gesteigert werden konnte, sei die Situation in der Bundeshauptstadt wesentlich schlechter geworden, so heute der 3.Landttagspräsident Johann Römer während seines Debattenbeitrags zur aktuellen Stunde der Landtagssitzung.

Als Grund für diese negative Entwicklung ortete Römer fehlende Initiativen der Wiener Stadtregierung, die neuerliche Herabsenkung der kommunalen Investitionsquote für dieses Jahr sowie milliardenschwere Ausgabenkürzungen, da diese Maßnahmen einen weiteren Anstieg der Wiener Arbeitslosigkeit bewirken und diese vor diesem Hintergrund als "hausgemacht" bezeichnet werden muß.

Auch die in Wien angebotenen Kinderbetreuungseinrichtungen entsprechen keinesfalls den derzeitigen Anforderungen und es zeige sich, daß die Stadt Wien in Zeiten der wirtschaftlichen Veränderungen statisch und unflexibel agiere. Die "Bürgermeisterpartei", so Römer, habe bis dato nichts zu einer Entspannung der Situation beigetragen, so daß viele Frauen in Wien dadurch vor unlösbare Probleme gestellt werden und sich deshalb in die Arbeitslosigkeit flüchten müßten.

Auch der gestiegene Fachkräftemangel zeige, so Römer, daß die Wiener Stadtregierung die wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen in dieser Stadt verschlafen habe. Durch Kürzungen im WAFF, wie sie im letzten Jahr massiv geschehen seien, könne dieser Mangel an qualifizierten Arbeitskräften mit Sicherheit nicht kompensiert werden. Durch Initiativen der Bundesregierung werde im Gegenzug die neue Saisonierregelung dazu beitragen, den akuten Fachkräftemangel auszugleichen. Anstatt jedoch diese neue Gesetzesregelung zu begrüßen, lehne die sozialistische Wiener Stadtregierung auch diese konjunkturelle Steigerungsmaßnahme der FP/VP-Regierung mit Scheinargumenten ab.

Römer stellte abschließend fest, daß die österreichische Bundesregierung, entgegen dem weltwirtschaftlichen Trend, die Frauenbeschäftigungsquote im Vergleich zu den Vorjahren massiv gesteigert habe. Im Jahr 2001 sei im Jahresdurchschnitt gegenüber 2000 die Quote um rund 25.000 Beschäftigte gesteigert worden. Die Zunahme gegenüber 1999, dem letzten Jahr der Regierung Viktor Klima, betrage sogar rund 50.000 Beschäftigte Frauen.

Diese höchst bemerkenswerte Entwicklung stehe in grobem Gegensatz zu den gebetsmühlenartig vorgetragenen Behauptungen der Wiener Stadtregierung, die FP/VP-Bundesregierung verfolge eine "Frauen zurück an den Herd-Politik".

Daß Wien trotz aller Beteuerungen, alles menschenmögliche zu tun und unzählige Millionen für Ausbildung und Umschulung im WAFF zu investieren, habe es die Stadt Wien verabsäumt, die rote Laterne in der Frage der negativen Frauenbeschäftigungsquote los zu werden. Diese Entwicklung liege offenbar an dieser Stadtregierung und ihrer absichtslosen Politik. (Schluß) jen/HV

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