ÖBB-Mitarbeiter errichten Babylonische Eisenbahn

Zu sehen im Wiener Künstlerhaus bis 2. Juni 2002

Wien (OTS) - Bahnbau einmal anders. Die brand neue Ausstellung "mega: manifeste der anmaßung" im Wiener Künstlerhaus gab Anlass für ein außergewöhnliches Projekt, an dem sich vier Spezialisten des ÖBB-Bereiches Fahrweg mit großem Einsatz beteiligten. Ein sechs Meter hoher Turm, acht Reisezüge mit Taurus-Lok und jeweils sechs Waggons, 405 Meter Schiene und eine Fahrzeit von 25 Minuten. Thematisch angelehnt an den bekannten Babylonischen Turm lässt dieser Turm die Züge beinahe endlos Richtung Himmel fahren. Das ist die höchst-längste Modelleisenbahn der Welt, die einem entsprechenden Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde entgegen steuert. Gestern, Mittwoch, wurde die Babylonische Eisenbahn im Beisein von ÖBB-Generaldirektor-Stv. DI Helmut Hainitz im Wiener Künstlerhaus eröffnet.

Die Babylonische Eisenbahn - Bahn-Know How im Kleinen
"Die Errichtung von Infrastruktur ist eine der Kernkompetenzen der ÖBB. Dass wir das im Großen können, erleben unsere Fahrgäste jeden Tag. Dass Bahn-Know How aber auch im Kleinen sehr nützlich sein kann, konnten nun die Erfinder der Babylonischen Eisenbahn sehen. Denn aus der ambitionierten Idee musste erste etwas technisch Machbares entstehen," resümierte ÖBB-Generaldirektor-Stv. DI Helmut Hainitz in seiner Eröffnungsrede.

Zwei Wochen lang wurde gearbeitet. Gestern Abend konnte das neueste Element der aktuellen Ausstellung im Wiener Künstlerhaus der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Beobachten konnten die Besucher der Ausstellung "mega: manifeste der anmaßung", die seit 10. April läuft, von Beginn an, wie das sowohl künstlerische als auch technische Meisterwerk "Babylonische Eisenbahn" Schritt für Schritt entstand. Jetzt, nach Fertigstellung, rollen die Züge. Sechs Meter hoch müssen sie es schaffen, über 33 Wendeln bergauf und wieder bergab. Zwei Meter hat dieser Turm im Durchmesser. Das macht 405 Meter Schiene, in einem Raum.

Die Idee und der Entwurf für diese Babylonische Eisenbahn stammen vom bekannten Zivilingenieurbüro Rosinak, umgesetzt wurde er von vier Fahrweg-Spezialisten der ÖBB. Denn in das Kunstwerk musste erst die technische Machbarkeit gelegt werden. Bahn-Know How im Kleinen. Alles musste neu angefertigt werden - Schienen, Trasse und der Turm selbst. Das Material dazu stellten diverse Firmen zur Verfügung.

"mega: manifeste der anmaßung"

Am 10. April 2002 wurde die Ausstellung im Wiener Künstlerhaus eröffnet. Nach und nach werden neue Ausstellungsinhalte präsentiert. Künstler und Architekten wurden eingeladen, zum Thema Projekte und Präsentationen zu entwickeln, die den Mut zur Größe haben und einen kritisch-positiven Blick auf außergewöhnliche Bauwerke eröffnen. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis 2. Juni 2002, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr, Donnerstags bis 21.00 Uhr und Freitags bis 20.00 Uhr.

Für den Babylonischen Turm wurde eine eigene WebCam eingerichtet, die unter http://www.rosinak.co.at/be/ abrufbar ist.

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