EDV-Projekt der steirischen GKK: Hartinger erhebt drei zentrale Forderungen

Generaldirektor Herbert Gritzner und Kassenobmann Erwin Spindelberger "unter Beschuß"

Wien, 2002-04-25 (fpd) Bezugnehmend auf die ihr bekannt gewordenen Ergebnisse der bisher internen Unisys-Studie, erhob die freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Beate Hartinger bei einer heute Vormittag in Graz abgehaltenen Pressekonferenz, drei zentrale Forderungen zum MVB-Projekt der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse. *****

Zum einen solle der Projektlenkungsausschuß des Hauptverbandes prüfen, wie groß die Auswirkungen des MVB-Projektes auf EDV-Projekte anderer Gebietskrankenkassen sei. So war zuletzt bekannt geworden, daß es in Oberösterreich zu Verzögerungen bei einem EDV-Projekt kam, weil Applikationen aus dem MVB nicht rechtzeitig zur Verfügung standen, und daher doppelt programmiert wurden. "Als erstes brauchen wir eine vollständige Schadensbilanz", forderte Hartinger.

Kassenobmann Erwin Spindelberger möge sich alterieren, ob er vom Generaldirektor Herbert Gritzner über die fehlerhaften Berichte sowie über Ausmaß und Begründung der zahlreichen Verzögerungen und den damit einhergehenden Kostensteigerungen informiert worden sei. "Immerhin macht sich eine Geschäftsführung strafbar, wenn sich herausstellt, daß sie die zuständigen Aufsichtsorgane nicht informiert hat", so Hartinger weiter.

Darüber hinaus solle Generaldirektor Gritzner "offen auf den Tisch legen", welche Gesetzesänderungen seit dem 31.10.2001 zu Verzögerungen geführt hätten. "Damals wurde nämlich im 11. Sitzungsprotokoll des Projektlenkungsausschusses eine dreimonatige Verzögerung bis Dezember 2001 festgehalten. Nun stellt sich jedoch heraus, daß mit einer Fertigstellung des Projektes nicht vor Dezember 2003 zu rechnen ist." Die Ausrede von Generaldirektor Gritzner, sich wohl auf die Fachleute verlassen zu dürfen, wolle Hartinger nicht gelten lassen: "Ein Manager muß so viel vom Geschäft verstehen, daß er den Unterschied zwischen einer dreimonatigen und einer zweijährigen Verzögerung erkennt", schloß die freiheitliche Mandatarin. (Schluß)

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