ÖH richtet Protestbüro im Audimax ein

HörerInnenversammlung sprach sich für zentrale Proteststelle an der Uni aus

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) und die HochschülerInnenschaft der Uni Wien verlegen Beratung, Vertretungsarbeit und Informationstätigkeit über das Universitätsgesetz für ein Woche in das Audimax der Uni Wien. Eine HörerInnenversammlung nach der gestrigen Demonstration sprach sich für diese Vorgehen aus. Darüber hinaus wird Bildungsministerin Gehrer dazu aufgefordert bis 30. April, zu konkreten Forderungen der Studierenden bezüglich des Universitätsgesetzes öffentlich Stellung zu nehmen. Die stattfindenden Lehrveranstaltungen werden aus dem Audimax in andere Hörsäle verlegt, die zwei bis nächsten Dienstag stattfindenden Prüfungen, werden im Audimax abgehalten. Dadurch wird gewährleistet, dass Studierende ihre Vorlesungen besuchen und Prüfungen ablegen können. Bei der HörerInnenversammlung wurde sowohl von Lehrenden, als auch von Studierenden die gegenseitige Solidarität nochmals betont und Ministerin Gehrer dazu aufgefordert, den Entwurf zum Universitätsgesetz 2002 zurückzuziehen sowie die Studiengebühren abzuschaffen. Weitere Kampfmaßnahmen sind, wie bereits bei der Demonstration am nachmittag betont, möglich.

"Der Audimax als Protestbüro soll dazu dienen, die Studierenden vor Ort über das Universitätsgesetz, aber vor allem auch über die Rechte, die sie jetzt noch haben, zu informieren. Wir sehen es als unsere Aufgabe, in bildungspolitisch prekären Zeiten die Studierenden umfangreich und ausführlich zu informieren", so ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger. "Darüber hinaus werden natürlich unsere laufenden Beratungstätigkeiten - Sozialberatung, Beratung für Ausländerinnen und Ausländer, Informationen über andere bildungspolitische und gesellschaftspolitische Themen - ebenfalls im Audimax stattfinden." Neben diesen Tätigkeiten, die an den Vormittagen stattfinden werden, werden für 13 Uhr jeweils ein Proteste- und Aktionentreffen und für die Nachmittage Veranstaltungen zu konkreten Themenfeldern organisiert.

Ministerin Gehrer wird von den Studierenden aufgefordert, zu konkreten Punkten in den Bereichen Mitbestimmung, Autonomie, offener Hochschulzugang und Studierendenrechte öffentlich Stellung zu nehmen. Gemeinsam mit den Lehrenden werden die Studierenden bei Nichteinlenken weitere Protestmaßnahmen planen. Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam: "Die Solidaritätsbekundungen zwischen Lehrenden, Uni-Bediensteten und Studierenden sind nicht bloß Lippenbekenntnisse. Uns geht es um unser aller Universität. Wir werden nicht dabei zusehen, wie sie zu einem Spielfeld der Parteipolitik gemacht und die Mitbestimmung der Uniangehörigen abgeschafft wird. Der gestrige Tag hat gezeigt, dass die Universität massiven Protest an den Tag legen kann. So lange dieser Gesetzesvorschlag auf dem Tisch liegt, wird weiter gekämpft werden."

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