Autobusse: 3-Länder-Protestresolution gegen Italien

Molzer: "Überhöhte Gebühren gefährden unsere Busrundfahrten in Italien

Wien (PWK292) - Die Autobus-Unternehmerdachverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wurden in den letzten Tagen beinahe täglich mit neuen dramatischen Erhöhungen von Einfahrts- und Parkgebühren in italienischen Großstädten konfrontiert. Offenbar vor Beginn der großen Reisewelle wurden die Gebühren für Busreisegruppen (vor allem in Florenz und Venedig) massiv angehoben. Die Erhöhungen erreichen zum Teil Spitzenwerte von bis zu 300 %.

"Die Gebühren haben damit eine Größenordnung erreicht, die in der laufenden Saison die wirtschaftliche Durchführung von Busrundfahrten in Italien zunehmend unmöglich macht, da diese Kosten nicht in den Reisepreiskalkulationen der Unternehmen enthalten sind. Viele Mitgliedsunternehmungen haben die Verbände bereits davon in Kenntnis gesetzt, dass sie - ohne rasche Änderung dieser Gebühren - gezwungen sind, Busrundfahrten in Italien aus dem Reiseprogrammen zu streichen", warnt der Obmann des Fachverbandes der Autobusunternehmungen in der Wirtschaftskammer Österreich, KommRat Karl Molzer.

Vor diesem Hintergrund protestieren die drei Verbände schärfstens gegen die sachlich ungerechtfertigten Verteuerungen. "Eine unveränderte Fortsetzung dieser Gebührenpolitik ist für uns nicht akzeptabel. Wir fordern für den Reisebus, der als eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel überhaupt anzusehen ist, in einem vereinten Europa eine faire Behandlung", heißt es in der gemeinsamen Protestresolution des Fachverbandes, des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer und des Nutzfahrzeugverbandes (ASTAG).

"Wir appellieren daher an die betreffenden Kommunen und die italienische Öffentlichkeit, unseren Protest zum Anlass einer Überprüfung der gesetzten Maßnahmen zu nehmen. Der Fachverband der Autobusunternehmungen und seine Partner hoffen, dass eine Überprüfung der Vergebührungen zu einer vollständigen Rücknahme führen wird und zwar im gegenseitigen Interesse. So, wie Italien und seine Städte zu den Hauptreisezielen der Deutschen, Österreicher und Schweizer gehören, so gehören mit Sicherheit unsere Reisegäste zu den wichtigsten Einnahmefaktoren der entsprechenden Städte und Territorien", erklärt Molzer. (hp)

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