Brauner: Fair-Play-Aktionswoche war ein großer Erfolg

Über 40 Wiener Fußballvereine zeigten dem Rassismus die Rote Karte

Wien, (OTS) Das gestrige große Wiener Derby zwischen Rapid und Austria brachte mit dem Unentschieden nicht nur ein "faires" Ergebnis, sondern bildete auch den Abschluss und Höhepunkt der Aktionswoche "Der Wiener Fußball zeigt dem Rassismus die Rote Karte". Wiens Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner, die beim gestrigen Derby den Ehrenankick vornahm, zeigte sich angesichts des sehr erfolgreichen Verlaufs der Aktionswoche begeistert: "Die große und sehr engagierte Beteiligung aller Vereine zeigt, dass im Sport Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz hat. Nehmen wir den Ball auf und zeigen wir Ausländerfeindlichkeit und Hass auch abseits des Platzes die Rote Karte!"****

Neben den beiden Wiener Bundesligisten beteiligen sich weitere 39 Vereine - unter ihnen so traditionsreiche Klubs wie die Vienna, der Wiener Sport-Club, der FAC oder der Favoritner AC - an der zweiten europaweiten Kampagne des FARE (Football against Racism in Europe)-Netzwerks. Vereine mit migrantischem Hintergrund - etwa Aytac SV, Partizan Wien oder die Ottakringer Boys - waren ebenso vertreten wie Maccabi, Wiens einziger jüdischer Fußballverein. Mit USC Landhaus, MGA Hellas Kagran und ASK Erlaa war auch der Wiener Frauenfußball stark vertreten.

Dazu Michael Fanizadeh vom Wiener Institut für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (VIDC), das die Aktionswoche in Wien im Rahmen seines FairPlay-Projekts koordiniert hat: "Vorher haben wir gesagt: Wenn sich zwanzig Teams beteiligen, ist es ein Erfolg. Jetzt waren es mehr als vierzig Vereine! Wir freuen uns wirklich über die ermutigende Unterstützung so vieler Wiener Klubs".

Auch der Nachwuchsbereich - wichtiger Ort für fußballerische und gesellschaftliche Integration - war mit den erfolgreichen Mannschaften von Post SV (U19) und FavAC (U14, U19) vertreten. Hier wurden etwa auch Elternvertreter aktiv, die ihre negativen und positiven Erfahrungen von Spielen austauschten.

Zahlreiche Fanklubs, von der legendären Sport-Club Friedhofstribüne über die Döblinger Kojoten und die wackeren FavAC Ultras bis zu Fanclubs von Austria und Rapid zeigten ebenfalls dem Rassismus die Rote Karte. Auf ihre spezifische Weise auch die Rapid-Ultras: "Ob schwarz oder weiß, Hauptsache nicht violett", so ihr Spruchband in der Partie gegen den FC Tirol.

Insgesamt standen zwischen 13.4. und 24.4.nicht weniger als 36 Spiele unter dem Motto der Aktionswoche. Durch regenbedingte Verschiebungen werden in den nächsten Wochen außerdem einige Begegnungen nachgeholt:

So beteiligt sich die Post SV U19 am 30.4. (19.30h, 17, Roggendorfg. 2) an der Aktionswoche. Am 1.5. folgt die Doppelveranstaltung Union Landhaus - Union Kleinmünchen bzw. ISS Landhaus - Columbia (21, Jochbergengasse, 15.30h bzw. 17.30h). Ein letztes Highlight stellt das verschobene kleine Wiener Derby zwischen dem Wiener Sport-Club und den Austria Amateuren am 9.5. (17, Alszeile 19, 16.15h) dar.

Zahlreiche Photos von den Aktionen der einzelnen Vereine finden sich unter http://www.vidc.org/fairplay/news/fairplay.htm
Eine aktualisierte Liste mit allen Spielterminen der beteiligten Klubs finden Sie auf www.wien.gv.at/ bzw. auf
http://www.wien.gv.at/ma53/fair-play. (Schluss) sl

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