Wiener Landtag (1)

Landtagspräsident Hatzls Bekenntnis zu Österreich

Wien, (OTS) Im Rahmen der Begrüßung des Landtages hat der 1. Präsident Johann Hatzl (SPÖ) ein deutliches Bekenntnis zu Österreich abgelegt und an den Innenminister appelliert, Kundgebungen nicht zuzulassen, die im Gegensatz zur Wiedererstehung Österreichs stünden.

Hatzl zitierte einige Passagen aus der Historischen Fernsehdokumentation Österreich 2 von Hugo Portisch zu den wichtigsten Stationen, die die Befreiung Österreichs vom Faschismus zum Inhalt hatte. Er formulierte wörtlich: "Heute wissen wir um das Leid, die Verbrechen, das Morden, die Tragik, die Not, die Zerstörung, die der Faschismus unserer Heimat brachte, kennen aber auch den Wiederaufbau und die tatsächliche Freiheit ab 1955." Deshalb sei es so wichtig, sich zu Österreich zu bekennen und sensibel zu sein, wenn man merke, "dass es einzelne gibt, die der faschistischen Epoche nachtrauern oder das Wiedererstehen Österreichs als Notwendigkeit eines Traueraktes mit Trauerreden verstehen". "Aus gutem Anlass" forderte er die Organe der Wiener Sicherheitsbehörden aber auch den Innenminister auf, nicht zuzulassen, dass Kundgebungen oder Demonstrationen, die im Gegensatz zur Wiedererstehung unserer Republik stünden, zugelassen würden. Hatzl schloss sein Bekenntnis mit den Worten: "Unsere Wienerinnen und Wiener haben ein Recht darauf, sicher zu sein, dass es für die wenigen, die noch immer der NS-Zeit oder Großdeutschland nachtrauern, keinen Platz oder Veranstaltungsort für ihre Verrücktheiten in unserer Stadt geben kann." (Forts.) hl/vo

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