LR Schwärzler: Atom-Ausstieg hat oberste Priorität

16. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe

Bregenz (VLK) - Landesrat Erich Schwärzler hat angesichts
des 16. Jahrestages der Tschernobyl-Katastrophe neuerlich
einen völligen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Das
Land unterstütze die Einwendungen gegen die geplanten
deutschen Atommüllzwischenlager in Bliblis,
Grafenrheinfeld, Neckerwestheim und Philippsburg sowie Gundremmingen. ****

Umweltlandesrat Erich Schwärzler und Hildegard Breiner
als Vertreterin der Umweltorganisationen haben die
Vorarlberger Einwendungen kürzlich auch in München bei
einem Hearing über geplante deutsche Atommüll-Zwischenlager
erneut mit aller Entschiedenheit bekräftigt.

Zu den Hauptkritikpunkten des Landes zählt laut
Schwärzler vor allem "die Sicherstellung nach oben",
nämlich die unzureichende Absicherung gegen
Flugzeugabstürze. Allein der Absturz einer Maschine auf
eines der geplanten Zwischenlager könnte in Westösterreich radioaktive Belastungen hervorrufen, die den nach der Tschernobyl-Katastrophe in unserem Bundesland gemessenen
Werten entsprechen würde.

Wie auch Hildegard Breiner betont, stellen die neuen Atommüll-Zwischenlager in Deutschland "erhebliche
Riskoquellen für die Sicherheit unseres Landes und für die Gesundheit unserer Bevölkerung dar. Daher fordere sie einen bedingungslosen Ausstieg aus der Atomenergie."

Atomkraftwerke sind eine bleibende Gefahr, "stattdessen
müssen erneuerbare Energieträger mehr als bisher in die Energieerzeugung integriert werden", fordert Landesrat
Schwärzler abschließend.
(ug,nvl)

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