Wirtschaftskammer Niederösterreich / Fairer Wettbewerb ist gewährleistet

Neuregelung bei öffentlichen Bauvorhaben bietet Klein- und Mittelbetrieben bessere Chancen

Wien (OTS) Als großen Erfolg für die Klein- und Mittelebetriebe in Niederösterreich wertet Josef Breiter, Obmann der Sparte Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen, den Beschluss der blaugelben Landesregierung, in Zukunft öffentliche Aufträge nach Gewerken - und nicht wie bisher an Generalunternehmen - zu vergeben.

Bisher wurden öffentliche Aufträge meist als Generalunternehmerleistungen ausgeschrieben anstatt als einzelne Gewerke. "Dadurch war es den klein- und mittelständischen Unternehmen automatisch nicht möglich, an Ausschreibungen teilzunehmen, weil sie die Rahmenbedingungen gar nicht erfüllen konnten", weiß Josef Breiter, der seit Jahren gegen unzählige Tücken beim Vergabewesen kämpft.

Vergabe nach Gewerken

"Der Beschluss der Landesregierung, dass bei Bauvorhaben des Landes Niederösterreich die Auftragsvergabe künftig in Gewerken erfolgt, ist ein schöner Erfolg für unsere klein- und mittelständischen Unternehmen", lobt Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschafskammer Niederösterreich, Landeshauptmann Erwin Pröll dafür, dass er sich nicht scheute, dieses "leidige Dauerthema" zu einem guten Ende zu bringen. Damit wurde auch eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer Niederösterreich erfüllt.

Mit der Vergabe nach Gewerken will das Land Niederösterreich nun bei öffentlichen Aufträgen das Wettbewerbsungleichgewicht zwischen den "Kleinen" und den "Großen" wieder ins Lot bringen. Die Details zu dieser Vorgangsweise sind in den vergangenen Monaten von den Zuständigen der Niederösterreichischen Landesregierung erfolgt.

"Damit kommen erstmals auch die niederösterreichischen Klein- und Mittelbetriebe bei öffentlichen Aufträgen zum Zug, da sie nur ihre eigenen Leistungen anbieten können und für die Übernahme von Gesamtaufträgen meist zu klein sind," freut sich Spartenobmann Breiter. Das Ergebnis sei auch aus volkswirtschaftlicher Sicht sehr erfreulich, ortet Breiter einen Aufwärtstrend für die ohnedies schon krisengeschüttelten klein- und mittelständischen Handwerksunternehmen.

Immerhin zählen in Niederösterreich über 95 Prozent der Unternehmen zur mittelständischen Wirtschaft. Das Baugewerbe und alle baunahen Gewerbe - beispielsweise Schlosser, Dachdecker und Installateure -sind mit über 6.500 Betrieben wichtige Arbeitgeber für rund 80.000 Mitarbeiter.

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