"Kleine Zeitung"-Kommentar: "Genug verhandelt" (Von Hans Winkler)

Ausgabe vom 25. April 2002

Graz (OTS) - In der Debatte über die Universitätsreform musste
man sich wundern, wie schlecht die Lehrenden ihre Sache vertreten haben. Manche Stellungnahme aus habilitierter Feder war eher ein Pamphlet denn eine adäquate Auseinandersetzung mit einem Text, nämlich dem Gesetzesentwurf.

"Schlechte Manieren" des Ministeriums und unterschwellige Ressentiments gegen die Ministerin sind keine Argumente. (Übrigens war seine Arroganz im Umgang mit den Wissenschaftlern schon seinerzeit ein Einwand gegen Erhard Busek.)

Der Widerstand ist verständlich: Die eigene Verantwortung der Universitäten für das ihnen vom Steuerzahler anvertraute Geld, stärkerer Leistungsnachweis des Mittelbaus im Wissenschaftlichen, eine "Dienstleistungsgesinnung gegenüber den Studenten - das alles ist ein Kulturwandel.

Über die Uni-Reform 2002 ist nicht zu wenig verhandelt worden. Es ist auch - das braucht die Studentenseele und das brauchen die Studentenvertreter zur Legitimation - ausreichend gestreikt worden.

Elisabeth Gehrer war nur zu gern bereit, es allen recht zu machen, und hat immer mehr Wasser in den Wein des Projektes gegossen. Jetzt ist es Zeit zur Entscheidung. ****

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