20.000 demonstrieren gegen das neue Universitätsgesetz

Lehrende und Studierende protestieren gemeinsam gegen die Zerschlagung demokratischer Strukturen an den Universitäten

Wien (OTS) - Der Großteil der Studierenden an der Uni Wien zeigte sich heute mit dem streikenden Lehrpersonal solidarisch, da der derzeitige Gesetzesentwurf eine drastische Senkung des Niveaus von Forschung und Lehre erwarten lässt. 20.000 DemonstrantInnen beteiligten sich an dem Protestzug zum Bildungsministerium, wo das Universitätsgesetz zu Grabe getragen wurde.

Die HochschülerInnenschaft an der Universität Wien fordert Frau Ministerin Gehrer dazu auf, das heute von Lehrenden und Studierenden gesetzte Zeichen ernst zu nehmen. Wenn Studierende ihre Solidarität mit den Streikenden bezeugen, dann aus gutem Grund. Sollte Bildungsministerin Gehrer in ihrer Starrsinnigkeit den Gesetzesentwurf gegen den Willen sämtlicher Betroffener durchsetzen, dann bringt das ganz erhebliche Verschlechterungen, nicht nur für Lehrende, sondern auch für Studierende.

Würde die Reform wirklich zu einer "Weltklasse-Uni" führen, wären die Proteste der Betroffenen nicht derart massiv. "Verbesserungsvorschläge, Anregungen und konstruktive Kritik unsererseits sind über Monate auf taube Ohren gestoßen. Sollten die heutigen Protestmaßnahmen nicht zu einer Rücknahme des Universitätsgesetzes in der momentanen Form führen, ist es für Gehrer an der Zeit, zu gehen. Sie kann ihre Reform nicht ohne die Einbeziehung und zu Lasten der Betroffenen durchsetzen", so Andrea Brunner aus dem Vorsitzendenteam der ÖH Uni Wien.

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