ÖGB: Solidarisch mit Universitätsangehörigen und Studierenden

Uni-Streik: Verzetnitsch bei Kundgebung dabei

Wien (ÖGB). An der Kundgebung im Rahmen des Warnstreiks gegen die geplante Universitätsreform nahm heute auch ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch teil. "Der ÖGB erklärt sich solidarisch mit den Universitätsangehörigen und den Studierenden. Wir fordern eine Verbesserung der Bildungschancen und eine Weiterentwicklung des UOG 93, das ist vordringlicher als eine fadenscheinige Reform", so Verzetnitsch.++++

Der Österreichische Gewerkschaftsbund lehne die geplante Uni-Reform ab, weil sie keine Verbesserung für die Studierenden brächte. Stattdessen bringe die "Reform" einen Verlust der Mitbestimmung für die an den Universitäten Beschäftigten, aber auch für die Studierenden-Vertretung. Die Frage der Finanzierung sei zudem völlig offen, so Verzetnitsch.

Eine Reform müsse die Lösung der bestehenden Probleme zum Ziel haben. "Damit meine ich insbesondere das mangelnde Angebot für berufstätige Studierende, die hohen Ausfallsquoten, die langen Studienzeiten und die oft unzureichende Ausstattung der Universitäten. Dafür sieht der Entwurf keine zufriedenstellenden Lösungen vor", kritisierte Verzetnitsch.

Der ÖGB fordert die Rücknahme des Gesetzesentwurfs sowie die Abschaffung der Studiengebühren. "Wir fordern einen freien Bildungszugang für alle und eine Reformdiskussion mit einer echten Einbeziehung aller Universitätsangehörigen", erklärte Verzetnitsch abschließend. (mfr)

ÖGB, 24. April 2002
Nr. 370

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