Bauernbund: Ergebnis der FPÖ-Klausur enttäuschend

Pröll: Landwirtschaft offenbar kein Thema mehr für die FPÖ

Wien, 24. April 2002 (AIZ). - "Die FPÖ ignorierte in ihrer heutigen Klubklausur die österreichischen Bauern, deren Ziele und Anliegen gänzlich. Dies ist umso bedauerlicher, zumal damit auch die Behandlung wesentlicher Punkte des Regierungsübereinkommens schlicht übergangen wurden und mit keinem einzigen Wort Perspektiven für die österreichische Landwirtschaft angesprochen, geschweige denn Lösungsansätze aufgezeigt wurden. Wir nehmen enttäuscht zur Kenntnis, dass für die FPÖ die Bauern und die Entwicklung der österreichischen Landwirtschaft kein Thema sind", stellte Josef Pröll, Direktor des Österreichischen Bauernbundes, zu den Aussagen der FPÖ fest.

Der Österreichische Bauernbund forderte in den letzten Wochen wiederholt und unmissverständlich die Umsetzung des Agrardiesels und damit die Erfüllung des - aus Bauernsicht - letzten offenen Punkts des Regierungsübereinkommens. "Es geht nicht an, dass Österreichs Bauern für ihren Treibstoff um durchschnittlich 40% mehr zahlen als die anderen EU-Mitglieder. Durch die Osterweiterung verschärft sich die Situation zusätzlich", gab Pröll zu bedenken.

Für Österreichs Bauern sei die Osterweiterung eine zentrale Herausforderung. Für die heimischen Landwirte bedürfe es konkreter Antworten auf die vielen Fragen, die mit der Osterweiterung verbunden sind. "Die Osterweiterung einerseits zur Diskussion um die Kürzung der agrarischen Ausgleichszahlungen zu benutzen und andererseits mit der Steuerreform zu verknüpfen ist nahezu fahrlässig", so Pröll.

"Wir werden nicht müde werden, vom Koalitionspartner immer wieder die Einhaltung seiner Versprechen zu fordern. Die Anliegen der Bauern müssen gerade dann ein zentraler Bestandteil der politischen Überlegungen sein, wenn große Herausforderungen warten. Anscheinend hat die FPÖ die Bauerninteressen bereits völlig abgeschrieben. Der Bauernbund wir jedenfalls seine Verantwortung im Sinne der österreichischen Landwirtschaft weiterhin wahrnehmen", gab sich Pröll kämpferisch.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ/AIZ