UMTS wird erfolgreich, wenn Politik den Flexibilitätsrahmen erweitert

Boris Nemsic, mobilkom austria, bei der "Handelsblatt-Tagung"

Wien (OTS) - Mehr rechtliche Flexibilität für Mobilfunk-Unternehmen bei Frequenzverwertung nötig - Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Grenzwertverordnung erneuert - UMTS bringt höhere Effizienzen - 3G-Massenmarkt als Zielsetzung.

Auf der heute stattfindenden Tagung, veranstaltet vom Deutschen Handelsblatt, sprach Dipl.-Ing. Dr. Boris Nemsic, Generaldirektor von mobilkom austria, die derzeit brennenden Themen des Mobilfunksektors an: Wo liegt das UMTS-Business? Passen die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen vor dem UMTS Start zu den in 3G gesetzten Erwartungen? Boris Nemsic outete sich mit einem klaren Bekenntnis zur mobilen Zukunft in 3G: "UMTS gehört die Zukunft. Das ständig anwachsende Datenvolumen kann effizienter und damit billiger transportiert werden, die Bandbreite ist vollkommen skalierbar. Ich freue mich auf die Effizienzsteigerung, die wir mit der Access-Technologie UMTS erleben werden."

Die wirtschaftlichen Anstrengungen würden aber nicht immer von politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen unterstützt: "Unsere Sendenetze zu optimieren wird uns von politischer Seite extrem erschwert. Es gibt weder eine einheitliche Grenzwertverordnung noch dürfen wir GSM-Frequenzen für UMTS nützen." Nemsic, der Frequenzen "als Ware, wie jede andere" ansieht, plädiert für mehr rechtliche Flexibilität für Betreiber etwa durch Umwidmung.

Nemsic geht davon aus, dass der Mobilfunkmarkt in den kommenden Jahren eine Bereinigung erfahren werde und sieht Überlebenschancen für drei bis maximal vier Unternehmen. "Tatsächlich sechs UMTS-Betreiber wären nur dann lebensfähig, wenn diese regulatorische Ineffizienz durch überhöhte Endkundentarife kompensiert würde", meinte Nemsic. Der Generaldirektor des größten heimischen Mobillfunkunternehmens sprach sich erneut "gegen Regulierungsansätze aus, die ein Eingreifen in Marktanteile ermöglichen oder den Effekt haben, Gewinne von Unternehmen zu regulieren. Das Erkämpfen von Marktanteilen ist Aufgabe des freien Wettbewerbs".

UMTS wird erst bei einer Penetration von 25% bis 30% richtig abheben", ist Dr. Boris Nemsic überzeugt. "Bis dahin wird es unsere Aufgabe sein, ein stabiles Netz mit ausreichender Coverage zu errichten, die ersten Dienste zu testen und Preismodelle für den Massenmarkt zu entwickeln". Rasch eine "kritische Masse" an UMTS-Kunden zu gewinnen, sieht er als Hauptstoßrichtung für jeden Mobilfunkbetreiber an.

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