"Töchter Nützen Chancen" Aktionstag am 25. April in der Arbeiterkammer Linz

Linz (AKO) Ein Stück vom Kuchen! Das will die AK auch für die Frauen. Daher ist ihr die Erhöhung der Frauenerwerbsquote ein zentrales Anliegen. Aus diesem Grund beteiligt sich die Arbeiterkammer am weltweiten Aktionstag "Töchter Nützen Chancen". "Unser Ziel ist es, den Mädchen den Arbeitsplatz der Eltern vorzustellen und ihnen ein realistisches Bild über die Arbeitswelt zu vermitteln," betont AK-Präsident Hubert
Wipplinger.

Berufsplanung ist Lebensplanung. Das gilt heute ganz besonders für Mädchen. Die Weichen dafür werden im familiären und schulischen Umfeld gelegt. Laut Aussagen von Lehrern an Polytechnischen Schulen gibt es auch viele Mädchen, die sich für technische Berufe interessieren und sich um solche Lehrplätze bewerben. In der Lehrwerkstätte bei BMW in Steyr zum Beispiel sind bereits drei Prozent der Bewerber weiblich.

"Das bestätigt meine These, dass vor allem das fehlende Angebot an attraktiven Ausbildungsplätzen ausschlaggebend dafür ist, dass Mädchen trotz technischer Begabung und Interessen immer noch in traditionelle Frauenberufe drängen,", sagt AK-Präsident Hubert Wipplinger. Etwa die Hälfte aller weiblichen Lehrlinge - und das sind derzeit rund 9000 in Oberösterreich - verteilt sich immer noch
auf die bekannten Lehrberufe Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau und Friseurin. Tatsache ist, dass es zum Beispiel in Linz bei den neuen IKT-Lehrberufen (Informations- und Kommunikationstechnik) nur eine Handvoll weiblicher Lehrlinge gibt.

"Was wir dringend brauchen", so Wipplinger, "sind genügend attraktive Ausbildungsplätze und Jobangebote für Mädchen und Frauen in zukunftsträchtigen Branchen. Erst dann wird die am Papier festgeschriebene Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch in den Köpfen der Menschen und in der realen Arbeitswelt verwirklicht.

Es ist nach Ansicht des AK-Präsidenten wichtig, etablierte Bildungsstrukturen im Interesse der Mädchen aufzubrechen und neue Wege zu gehen. Voraussetzung dafür ist eine nachhaltige Veränderung im schulischen Unterricht. Das beginnt im Mathematikunterricht der Volksschule und setzt sich fort bis zu den höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe (HBLA). "Das heißt konkret", so Wipplinger, "mehr Schulversuche an HBLA´s zu Ausbildungszweigen wie Kommunikationstechnik und Mediendesign." Derzeit gibt es in Oberösterreich trotz großer Nachfrage nur zwei derartige Schulversuche.

Übrigens: Die Töchter der AK-Beschäftigten werden morgen, Donnerstag 25. April, den internationalen Girls’ Day am Arbeitsplatz der Eltern in der Arbeiterkammer in Linz verbringen. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und mit AK-Experten, Eltern und Schülerinnen zu plaudern. Rufen Sie uns an: 050/6906-2652 (Martina Fraungruber)

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