Maresch: Wiener SP-Politik hat sich von Ozon-Problematik verabschiedet

Guter Ratschläge für den einzelnen sind zuwenig, konkrete gesetzliche Regelungen wären zum Schutze der Bevölkerung und der Umwelt notwendig.

Wien (Grüne) - "Informationsbroschüren über die Ozon-Belastung sind als Schutz für die Wiener Bevölkerung zuwenig. Offensichtlich hat sie die Stadtregierung gänzlich von der politischen Verantwortung zur Ozon-Problematik verabschiedet", reagiert der Grüne Umweltsprecher Rüdiger Maresch auf die heutige Folderpräsentation zum Thema Ozon von Stadträtin Isabella Kossina. Die Ratschläge, wie z. B. dass empfindliche Menschen bei erhöhter Ozonbelastung "zu Hause bleiben sollen" oder dass man "das Auto bei erhöhter Ozonbelastung stehen lassen soll" kann nach Ansicht des Grünen Umweltsprechers nicht das vorrangige Ziel einer verantwortungsvollen Umweltpolitik sein.

Viel mehr wären laut Maresch sinnvolle Maßnahmen gefragt: Dazu gehören umfassende Verkehrskonzepte (die z.B. bei Ozonbelastung zu einer gesetzlich verankerten Verkehrsbeschränkung führen, oder die Reduktion des Autoverkehrs vor allem in den Sommermonaten), Umsetzung des Ozonsanierungsplanes der Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland aus dem Jahre 1996 sowie Raumplanungsmaßnahmen zur Verringerung von verkehrserregenden Strukturen.

"Als einzig positives ist die Aussage von Landesrat Sobotka aus Niederösterreich zu werten, dass die schon lange erhobene grüne Forderung nach Herabsetzung der Grenzwerte zur Ausrufung der Vorwarnstufe auf den EU-Wert nun umgesetzt werden soll. Bei den anderen Maßnahmen haben wir wenig vertrauen, dass sie tatsächlich zu der dringend notwendigen Reduktion der Vorläufersubstanzen von Ozon führen werden", schließt der Grüne Umweltsprecher.

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