Tod am Weg zum Alkotest im Auto der Gendarmerie

Kranker 69Jähriger durfte sein Medikament nicht holen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, ist es in Oberösterreich zu einem dramatischen Todesfall im Streifenwagen einer Gendarmerie gekommen. Die Amthandlung mit letalen Folgen - sie wird derzeit von der Exekutive untersucht - hat sich vergangenen Montag in der Gemeinde Walding abgespielt. Der 69jährige Joseph Leibetseder, Wirt des beliebten Rodlhofes, war zunächst von der Gendarmerie wegen "zu langsamen Fahrens" zur Alko-Kontrolle aufgefordert worden. Während die Gattin noch die für den kranken Mann nötigen Medikamente holen wollte, nahmen ihn die Gendarmen kurzerhand im Streifenwagen mit. Ihr Argument: "Ein Medikament könnte das Ergebnis der Blutprobe verfälschen."

Wenig später jedoch kehrten die Gendarmen mit dem bereits leblosen Wirten zum Rodlhof zurück. Der Arzt konnte später nur noch den Herztod des Mannes feststellen.

Die Tochter des verstorbenen "Alko-Sünders" erhebt in NEWS nun schwere Vorwürfe gegen die Exekutivbeamten und überlegt eine Klage:
"Wenn die Gendarmen nur eine Minute gewartet hätten, dann wäre mein Vater noch am Leben."

Der zuständige Ortskommandant bestätigte den Vorfall. Außerdem sei eine Untersuchung des Ereignisse eingeleitet worden.

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