Dreharbeiten zu zwei neuen ORF-Krimiproduktionen

Thomas Roth inszeniert dritten Fall für Inspektor "Trautmann", Wolfgang Murnberger verfilmt "Ende der Vorstellung" von Glauser-Preisträgerin Edith Kneifl

Wien (OTS) - Gleich zu zwei neuen Krimiproduktionen des ORF fiel diese Woche, am Montag, dem 22. April 2002, in Wien die erste Klappe:
Thomas Roth inszeniert den dritten Kriminalfall für Ernst Hinterbergers Inspektor Trautmann, der Titel der neuen Folge lautet "Im Prater blüh'n nicht nur die Bäume"; Wolfgang Murnberger verfilmt wieder österreichische Kriminalliteratur: "Ende der Vorstellung" heißt sein jüngster Film, der auf dem gleichnamigen Roman der Glauser-Preisträgerin Edith Kneifl basiert.

Trautmann ermittelt im Drogenmilieu
Nach zwei erfolgreichen Einsätzen - Wer heikel ist, bleibt übrig" (2000) und "Nichts ist so fein gesponnen" (2001) - hat Ernst Hinterberger, geistiger Vater des ORF-Kultserien "Ein echter Wiener geht nicht unter" und "Kaisermühlen Blues", seinem Wiener Kieberer Trautmann einen neuen Kriminalfall maßgeschneidert. "Im Prater blüh'n nicht nur die Bäume" heißt die ORF-Produktion, die wieder von der Wiener MR TV-Film hergestellt wird und Inspektor Trautmann unter anderem in das Wiener Drogenmilieu führt. Für die Regie zeichnet, so wie bei "Trautmann 2", Thomas Roth verantwortlich, den ersten Fall inszenierte einst Harald Sicheritz. In der Titelrolle steht auch diesmal Wolfgang Böck vor der Kamera von Helmut Pirnat, das bewährte Ermittlerteam rund um das Wiener Original, bestehend aus "MA 2412"-Knackal Monica Weinzettl, Simon Schwarz (derzeit im ORF-geförderten Spielfilm "Ikarus" in den Kinos zu sehen) und Wolfram Berger, ist wieder mit von der Partie. In weiteren Rollen spielen unter anderem wieder bzw. erstmals Erwin Steinhauer, Tatjana Velimirov, Bea Frey, Heinz Petters, Ernst Konarek, Johannes Silberschneider, Michael Schottenberg, Hansi Lang, Helfried Edlinger, Margit Gara, Margarete Tiesel, Viktoria Schubert, Karl Künstler, Brigitte Krenn, Karl Ferdinand Kratzl u. v. a. Die Dreharbeiten zu "Trautmann 3" sind bis 25. Mai 2002 angesetzt, der Großteil des Films wird in Wien und Umgebung gedreht, ein Drehtag in der Türkei steht auch auf dem Plan. Der ORF strahlt "Trautmann - Im Prater blüh'n nicht nur die Bäume" voraussichtlich noch heuer, im Spätherbst 2002, aus.

Zum Inhalt des Films:
In einer Tiefgarage wird ein Autobesitzer beim Versuch, den Dieb seines Autos zu stoppen, überfahren. Die Spur führt zunächst in den Prater und auf die Rennbahn in der Krieau, wo Trautmann (Wolfgang Böck) und seine Kollegen "Burschi" Dolezal (Simon Schwarz) und Monika Tränkler (Monica Weinzettl) sowie sein Vorgesetzter Oberst Brandner (Wolfram Beger) bald erkennen müssen, dass hier mehr im Spiel ist als gestohlene Autos, und zwar ein Drogendeal in großem Stil. Aus sicherer Quelle erfährt Trautmann, dass die UCK dabei ihre Hände im Spiel hat und den Dieb einer größeren Heroinmenge jagt. Da passieren noch zwei Morde, die auf mysteriöse Weise mit dem ersten etwas zu tun zu haben scheinen. Als schließlich auch der Abgeordnete Grünsteidl (Erwin Steinhauer) unversehens in den Fall verwickelt wird, stellt sich plötzlich ein Zusammenhang her.

Wolfgang Murnbergers filmische Adaption von Edith Kneifls "Ende der Vorstellung"
Regisseur Wolfgang Murnberger hat sich nach seinem jüngsten Krimierfolg, der vom ORF geförderten Kinoverfilmung des Wolf-Haas-Romans "Komm, süßer Tod", wieder auf kriminelles Filmparkett begeben: "Ende der Vorstellung" heißt sein jüngster TV-Film für den ORF und ist wieder eine Literaturverfilmung, basierend auf dem 1997 erschienenen gleichnamigen Roman von Edith Kneifl. Kneifl zählt neben Kollegen wie Alfed Komarek und Wolf Haas zu den erfolgreichsten österreichischen Krimiautoren, 1992 wurde sie als erste Frau mit den renommierten Glauser-Preis, der jährlich für den besten deutschsprachigen Kriminalroman vergeben wird, ausgezeichnet. Murnberger hat Kneifls Romanvorlage für den Film etwas entschärft: Entgegen Kneifls Vorgangsweise im Roman, den Mordopfern die Kehlen durchschneiden zu lassen - der Untertitel des Buches lautet "Eine Wiener Blutoper" - macht Murnberger, der übrigens bereits am Drehbuch zur nächsten Haas-Verfilmung "Silentium" arbeitet, seine Ermordeten zu Opfern eines mysteriösen Krawattenmörders. Dieser schlägt eines Abends auch in einem heruntergekommenen Wiener Vorstadtkino zu. Die Kinobesitzerin Hermine K. entdeckt die Leiches des alten Mannes nach Ende der Vorstellung. Gemeinsam mit ihrem Freund Schorschi, dem Kellner ihres Stammlokals, will sie die Leiche los werden, da sie vermutet, dass der Vorfall ihrem Kino und auch ihr persönlich schaden könnte. Schließlich kannte sie den Ermordeten und hatte Schulden bei ihm. Doch als die beiden zur Tat schreiten wollen, ist die Leiche verschwunden. Da kommen das Pärchen Lotte und Wurli, freizügige Friseurin und eifersüchtiger Taxifahrer, sowie der sonderbare Gabriel, alle drei ebenfalls Stammgäste im Café Nachtigall, auf den Plan. Mehr und mehr gerät jeder einzelne unter Verdacht und die dunklen Seiten der einzelnen Charaktere kommen zum Vorschein.
Melancholisch-komisch, mit trockenem, bissigem Wiener Humor macht Wolfgang Murnbergers Drehbuch "Ende der Vorstellung" zu einer Krimikomödie. In den Hauptrollen stehen Gertraud Jesserer als Kinobesitzerin, Karlheinz Hackl als Kellner, Brigitte Krenn und Karl Fischer als Pärchen Lotte und Wurli sowie Lars Rudolph als sonderbarer Beislgast vor der Kamera von Helmut Wimmer. In weiteren wichtigen Rollen agieren unter anderem Peter Neubauer, Gottfried Breitfuss, Hannes Fretzer, Libgart Schwarz und Bibiana Zeller. Die Dreharbeiten zu "Ende der Vorstellung" laufen bis voraussichtlich 25. Mai dieses Jahres, gesendet wird die Koproduktion von ORF, ARTE, SF DRS und Aichholzer Film, die vom Österreichischen Filminstitut gefördert wird, im ORF-Programmjahr 2003.

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