ARBÖ-Baustellencheck: "Sorgen-Baustelle" Mondsee - Problembereiche Ein- und Ausfahrten sowie Raser

Wien (ARBÖ) - Die Autobahnbaustellensaison hat wieder begonnen.
Der ARBÖ führte mit der ASFINAG einen Lokalaugenschein auf den Autobahnbaustellen der A1 Westautobahn durch.

Übersichtliche und gut gekennzeichnete Baustelleneinfahrtsbereiche, neue orange Bodenmarkierungen, Mobile Tempoanzeigen, Radarboxen, Pannenbuchten und Betonleitwände als Fahrbahntrennung sorgen für mehr Sicherheit bei den Baustellendurchfahrten. Der verstärkte Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen in der Vergangenheit zeigt nachhaltige Wirkung betont der ARBÖ. Die Unfall- und Verletztenzahl im Bereich der Autobahnbaustellen ist im letzten Jahr um über 40 Prozent gesunken, die Anzahl der Todesopfer sank von 17 auf 1 Getöteten.

Kritik an zu langen Baustellen

Derzeit gibt es laut ARBÖ auf der A1, Westautobahn sechs Baustellen mit Gegenverkehrsbereichen. Mit 11,6 Kilometer Länge ist der Gegenverkehrsbereich bei Melk/Zechling mit Abstand der längste Baustellenabschnitt auf Österreichs Autobahnen, knapp dahinter folgt die Baustelle bei Seewalchen.

Kritik von Kraftfahrern langt beim ARBÖ immer wieder wegen den zu langen Gegenverkehrsbereichen ein. ARBÖ-Verkehrsexperte Mag. Kurt Sabatnig dazu: "In Gutachten von Verkehrsexperten wurde dazu festgestellt, dass bei einer Erhöhung der Baustellenlänge von 6 km auf 10 km kein signifikanter Anstieg im Unfallgeschehen zu verzeichnen ist."

"Sorgen Baustelle" Mondsee

Als "Sorgen-Baustelle" entpuppte sich beim ARBÖ-Lokalaugenschien wieder einmal die 9,3 km lange Baustelle bei Mondsee. Mag. Sabatnig:
"Weil in diesem Bereich zahlreiche Brückensanierungen durchgeführt werden, bleibt für die Fahrbahnen nur wenig Platz. Die orangen Bodenmarkierungen wurden - wie vom ARBÖ gefordert - vor kurzem erneuert."

Zu gefährlichen Situationen kommt es nach Beobachtung durch den ARBÖ aber immer wieder in diesem Abschnitt, weil Lkw und Busse -aufgrund geringer Fahrspurbreite - beide Fahrspuren benutzen dürfen. "Aufgefordert werden sie durch höchst "zweifelhafte" Verkehrstafeln. Autolenker versuchen trotz allem die in der Mitte fahrenden Lkw zu überholen und fahren zu dicht auf, sie fühlen sich schlichtweg "provoziert" und "behindert". Laut ASFINAG wird dieses Projekt mit Ende dieser Baustelle im Juni aber nicht mehr fortgesetzt," erklärt ARBÖ-Verkehrsexperte Mag. Sabatnig.

Zu- und Abfahrten sowie Raser sind Problem

Die Ausfahrten und Zufahrten in den Gegenverkehrsbereichen stellten sich in allen Baustellen als eine potentielle Gefahrenquelle dar. Mag. Sabatnig: "Trotz optimaler Beschilderung und Bodenmarkierungen wird von allen Kraftfahrern höchste Konzentration abverlangt, um Unfälle zu verhindern."

Beim Baustellencheck durch den ARBÖ und ASFINAG war auch zu beobachten, dass sich eine Vielzahl an Kraftfahrern - sowohl Pkw als auch Lkw -trotz Radarboxen nicht beeindrucken ließen, den Fuß vom Gaspedal zunehmen. Überwiegend Kraftfahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen rasen statt der erlaubten 80 km/h mit über 100 km/h durch die Gegenverkehrsbereiche. Die Exekutive ist hier nach Meinung des ARBÖ gefordert, vor Ort gegen diese Raser vorzugehen.

Sicherheitstipps beachten

Für eine sichere Baustellendurchfahrt haben die ARBÖ-Verkehrsexperten die wichtigsten Tipps für die Kraftfahrer zusammengefasst:

  • Unbedingt die erlaubte Geschwindigkeit einhalten
  • Sicherheitsabstand zum Vordermann einhalten
  • Rechtzeitig einen Fahrstreifen auswählen
  • Den rechten breiteren Fahrstreifen benutzen
  • Orange Bodenmarkierungen beachten
  • Baustelleninformationstafeln beachten
  • Bei einer Panne (sofern möglich) unbedingt in die nächste Pannenbucht

"Unfälle, Staus und daraus resultierende Diskussionen sind im bevorstehenden Ferienreiseverkehr, trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen, vorprogrammiert", betont abschließend Mag. Kurt Sabatnig vom ARBÖ

Weitere Informationen zu den Baustellen auf Österreichs Autobahnen im Internet unter: www.arboe.at, www.asfinag.at und im ORF-Teletext 431 und 432.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 01/891 21-244
e-mail: presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAR/NAR