Sacher: Pröll bekennt Versäumnisse in der Verkehrspolitik ein

Prölls Brücken-Pläne bei Slowakei-Besuch sind unzureichend

St. Pölten, (SPI) - "Mit Aussagen LH Prölls beim jüngsten Slowakei-Besuch zu Brückenschlägen über die March bekennt er erstmals jahrelange Versäumnisse der nö. Verkehrspolitik ein, für die er als traßenbaureferent verantwortlich ist" zeigt SPÖ-Klubobmann Ewald Sacher auf. "Konkret ist es ein großes Versäumnis, dass die Verkehrsverbindungen zur Slowakei völlig unzureichend sind und leistungsfähige March-Brücken fehlen. Auch die von Pröll in Aussicht gestellten Hilfsbrücken bei Hohenau, Angern und Marchegg sind unzureichende Notlösungen."****

Landesverkehrsplaner Prof. Zibuschka bestätigt diese SPÖ-Kritik. Bei einer Wien-NÖ-Verkehrskonferenz kritisierte er kürzlich unverblümt seinen Chef LH Pröll. Zibuschka: "In der Ostregion sind zehn Jahre lang keine Straßen gebaut worden, weil wir einen Ideologiestreit über deren Sinnhaftigkeit geführt haben. Durch diese Versäumnisse ist es jetzt fünf Minuten vor Zwölf". Klubobmann Sacher: "Wir Nö Sozialdemokraten wissen uns eines Sinnes mit dem NÖ Verkehrsplaner, der offen und ehrlich angesprochen hat, was wir seit Jahren aufzeigen. In der Ideologiediskussion, ob Straßen Ja oder Nein, hat LH Pröll populistisch zugewartet und nichts entschieden. Nun fallen den Grenzregionen und darüberhinaus dem ganzen Land seine Versäumnisse auf den Kopf", so Sacher.

Konkret führt Sacher die Benachteiligung der Grenzbezirke NÖ´s an, die mangels leistungsfähiger Brücken- und Straßenverbindungen über die March in die Slowakei und wegen der unendlichen Diskussion über die Nordautobahn nach Tschechien dramatisch geworden ist. Sacher:
"Wenn LH Pröll nun endlich auch den Bau der Nordautobahn als sinnvoll erachtet und Brücken über die March ankündigt, so ist dies die Reaktion auf das intensive Eintreten der Sozialdemokraten für diese Vorhaben." Erst nach der Waldviertel-Konferenz der SPÖ und dem SPÖ-Antrag im Landtag auf Erneuerung des Landesverkehrskonzeptes reagierte Pröll zumindest einmal mit Besuchen und Pressekonferenzen. Mit der Präsentation moderner Straßen- und Bahnverbindungen für das Weinviertel und der grenzüberschreitenden Brücken-Aktion der SPÖ in Hohenau reagierte Pröll nun mit Ankündigungen bei seinem Staatsbesuch in Bratislava. "Prölls Versprechungen kommen reichlich spät und sind im Hinblick auf kommende Wahlen sehr durchsichtig. Das ist die Flucht nach vorn, und noch dazu mit teilweise unzureichenden Notlösungen. NÖ läuft die Zeit bis zur Eu-Erweiterung erbarmungslos davon", so Sacher abschließend.
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