WOLFMAYR ZUM UNI-STREIK: FALSCHES ARGUMENT ZUR FALSCHEN ZEIT AM FALSCHEN ORT

Wien, 24. April 2002 (ÖVP-PK) Als "Zeichen bewußter oder unbewußter Uninformiertheit bezeichnet ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr den heute, Mittwoch, stattfindenden Streik gegen die Universitäts-Reform. "Ich halte solche Kampfmaßnahmen in einer Phase der Diskussion, des möglichen Dialogs und der offenen Entscheidungen für einen schlechten, destruktiven Stil, der sich zusätzlich als kontraproduktiv erweisen könnte", so Wolfmayr.****

"Nichts gegen das demokratische Recht auf Streiks, nichts gegen Argumente in einer laufenden Diskussion. Aber ein Streik während einer offenen Diskussionsphase ist ein falsches Argument zur falschen Zeit am falschen Ort. Wenn man streikt statt diskutiert, wenn ein Streik gegen eine Uni-Reform auf dem Rücken der Studierenden stattfindet, wenn Professoren und Assistenten streiken, statt Vorlesungen und Prüfungen abzuhalten, ist das der falsche Weg, sagt Wolfmayr und bedauerte gleichzeitig den nahezu "inflationären Umgang" mit Streiks als "schärfster Waffe der Demokratie".

"Ganz offensichtlich geht es den Streikenden nicht um die Studierenden selbst, die nicht zuletzt durch ihren Studienbeitrag ein Recht darauf haben, auch heute Vorlesungen zu besuchen oder Prüfungen ablegen zu können, sondern um parteipolitisches Kleingeld. Dies war offenbar zu allen Zeiten so und hat noch keine Reform daran gehindert, umgesetzt zu werden. Ministerin Gehrer geht es um mehr Autonomie für die Universitäten. Das ist ein gerechtfertigtes, überlegtes Anliegen, dem ich meine volle Zustimmung gebe", schloss die ÖVP-Politikerin.
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