Chemische Industrie: Lohnverhandlung abermals unterbrochen!

Keine Einigung bei zweiter Kollektivvertragsrunde

Wien (GdC/ÖGB) Auch bei der zweiten Kollektivvertragsrunde für die ArbeitnehmerInnen der chemischen Industrie gab es zwischen Chemiegewerkschaft und Arbeitgebern keine Einigung: Die Arbeitgeberseite zeigte sich wenig kooperativ, kollektivvertragliche Lohnerhöhungen von nur 2,7 % bzw. IST-Lohnerhöhungen von 2,5 % waren für die Arbeitnehmervertreter nicht akzeptabel. Dazu der Verhandlungsführer der Chemiegewerkschaft, Vorsitzender Wilhelm Beck:
"Die Angebote der Arbeitgeber hätten keinerlei Lohnzuwachs für die Arbeitnehmer bedeutet, die Lohnerhöhungen hätten kaum die Inflationsrate des Jahres 2001 abgedeckt!"++++

Auch auf die von der Chemiegewerkschaft erstellten Rahmenforderungen - Gesundheitliche Präventivmaßnahmen für Schichtarbeiter, bezahlte Pausen bei Schichtarbeit, Entlohnung des Bereitschaftsdienstes zwischen 22.00 Uhr und 6.00 Uhr, Neuregelungen und Ausweitungen des Krankenentgeltes sowie bezahlte Bildungsfreistellung - ging man seitens der Arbeitgeber so gut wie nicht ein. "Wir fordern einen gerechten Anteil an den zweifellos vorhandenen Unternehmenserfolgen, die Lohnerhöhung muss über der Inflationsrate liegen und auch unsere Rahmenforderungen sind nicht unbillig", bringt Wilhelm Beck die Auffassung der Chemiegewerkschaft auf den Punkt.

Die 3. Verhandlungsrunde wurde für Dienstag, den 21. Mai 2002 anberaumt.

ÖGB, 24. April 2002
Nr. 368

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