Gewerbeordnungsreform: NÖ Bau mischt kräftig mit

Innungsmeister Schuster will "Liberalisierung mit Augenmaß"

St. Pölten (OTS) - Bei der derzeit im Diskussionsstadium befindlichen Gewerbeordnungsnovelle mischt das NÖ Baugewerbe kräftig mit. Um eine "Liberalisierung mit Augenmaß" zu erreichen und im Interesse letztlich auch der Konsumenten eine Nivellierung nach unten zu vermeiden, führt NÖ Bau-Landesinnungsmeister Ing. Manfred Schuster derzeit zahlreiche Gespräche mit den im Parlament bzw. vorgelagerten Gremien federführenden bzw. einflußreichen Politikern und Interessenvertretern. So konnte der Landesinnungsmeister die sehr konkreten Vorstellungen des NÖ Baugewerbes zuletzt dem früheren Generalsekretär der Wirtschaftskammer, NR-Abg. Dr. Günther Stummvoll ebenso "nahebringen und ans Herz legen" wie dem stellvertretenden WKO-Generalsekretär, NR-Abg. Dr. Reinhold Mitterlehner.

Konkret geht es dem NÖ Baugewerbe in erster Linie um die Beibehaltung eines anspruchsvollen Qualitätsniveaus der Baumeister, was am besten durch die verpflichtende Bau-Meisterprüfung als Zugangsvoraussetzung zur Gewerbeausübung garantiert ist. Schuster:
"Wir zählen zum engeren Kreis der sogenannten Leib- und Leben-Gewerbe, Fehler durch mangelhafte Ausbildung und fehlende Kenntnisse können hier zu tödlichen Unglücksfällen führen, ganz zu schweigen von gefährdeten Vermögenswerten des Konsumenten." Die im Entwurf zur Gewerbeordnung enthaltene Formulierung, daß auch "der Besuch einer Schule" zum Zugang berechtige, ist Schuster "zu schwammig. Da muß klar definiert werden, welche Schule. Es kann wohl nur eine HTL oder eine technische Universität gelten."

Aus den genannten Gründen tritt die Landesinnung auch dafür ein, daß das Baumeistergewerbe erst nach Erfüllung aller Prüfungen ausgeübt werden darf und nicht schon ab der Anmeldung bei der Bezirkshauptmannschaft. Schuster: "Es ist absolut widersinnig, erst im Nachhinein zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Ausübung des Gewerbes erfüllt sind. Da kann es bereits zu spät sein, wenn inzwischen Bauten unsachgemäß errichtet wurden." (schluss)

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