Schender: Bildungsausgaben seit 1997 um 1,2 Milliarden Euro gestiegen

Forderungen der Initiatoren des Bildungsvolksbegehrens überholt

Wien, 2002-04-23 (fpd) - Der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Rüdiger Schender begrüßte den heutigen Unterausschuß zum Bildungsvolksbegehren, da dieser Gelegenheit für eine umfangreiche und breite Expertendiskussion bot. ****

"Den Unkenrufen der Sozialdemokraten und Grünen ist schlicht und einfach entgegenzuhalten, daß die Bildungsausgaben in Österreich entgegen deren Behauptung gestiegen sind. Dies ist ein unumstößliches Faktum", erklärte Schender.

Mit den für das Jahr 2002 für Bildung vorgesehenen 8 Milliarden Euro sei es dieser Bundesregierung gelungen, so Schender, innerhalb von drei Jahren um fast 500 Millionen Euro mehr für Bildung zur Verfügung zu stellen. Gemessen am Tiefpunkt der Ausgaben für Bildung der vorigen Bundesregierung im Jahr 1997 bedeute dies eine Steigerung der Bildungsausgaben im 1,2 Milliarden Euro.

Bezugnehmend auf eine weitere Forderung des Bildungsvolksbegehrens, nämlich jener nach einer Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen, verwies der freiheitliche Bildungssprecher darauf, daß sich Österreich mit durchschnittlichen Schülerhöchstzahlen von 19,8 für die Volksschulen, 22,9 für die Hauptschulen, 24,5 für die AHS und 24,3 für die BHS und BMS im OECD-Durchschnitt durchaus sehen lassen könne. "Es gibt zudem in der Wissenschaft keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Klassengröße und den Schülerleistungen", argumentierte Schender.

"Das österreichische Schulsystem zählt international gesehen zu einem der besten, wie ein Blick in die PISA-Studie zeigt. In der Lesekompetenz schneidet Österreich unter den deutschsprachigen Ländern am besten ab und rangiert EU-weit auf Platz 5", so Schender.

Die kooperative Mittelschule werde von der Freiheitlichen Partei dezidiert als Relikt linker Uraltideologie abgelehnt, da sie nichts anderes als eine Form der Gesamtschule darstelle und damit die verschiedenen Talente und Neigungen der Schüler über einen Kamm schere.

"Die Aufteilung in AHS-Unterstufe und Hauptschule muß in dieser Form beibehalten werden. Wichtig ist aber eine gesellschaftspolitische Aufwertung und Imageverbesserung der Hauptschule und der Lehre, insbesondere in den Ballungszentren, wo die Hauptschule unter massivem Niveauverlust leidet", erklärte der freiheitliche Bildungssprecher.

"Handlungsbedarf besteht zudem in der noch viel zu wenig ausgebauten Schulautonomie, die in Österreich im internationalen Vergleich zweifelsfrei unterentwickelt ist, was schlußendlich auf die sozialistisch dominierte Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte zurückzuführen ist. Hier ist anzusetzen", so Schender. (Schluß)

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