GEHRER: UNIS UND SCHULEN VERFÜGEN ÜBER GUTE FINANZIERUNGSBASIS

Bildungsministerin: "Meldungen über Schulgeld sind erfunden und falsch"

Wien, 23. April 2002 (ÖVP-PK) Die österreichischen Universitäten, aber auch die österreichischen Schulen, verfügen über eine gute Finanzierungsbasis. Es ist unsere Aufgabe, die Weichen so zu stellen, dass für die Schüler und Studierenden gut gearbeitet und die größtmöglichste Effizienz erreicht wird. Die österreichische Regierung hat seit dem Februar 2000 jeden siebenten Euro der Bildung zur Verfügung gestellt. Dazu kommen noch besondere Maßnahmen durch den Rat für Forschung und Technologienentwicklung und Förderungen aus anderen Bereichen. Das sagte heute, Dienstag, Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Unterausschuss zum "Bildungsoffensive- und Studiengebühren-Volksbegehren". Die Ministerin bedankte sich zudem für die intensive Diskussion im Parlament. ****

Das Thema "Bildung" stehe auch innerhalb der EU an "vorderster Front". Die Ministerin hob in ihrem Statement die Bedeutung der Bildung für die Entwicklung der Wirtschaft und damit auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen hervor. Sie stimme mit vielen Experten überein, dass das Ziel eine gesamthafte Persönlichkeitsbildung sein müsse. Allerdings müsse auch auf spezielle Anliegen eingegangen werden.

Die Ministerin ging auch auf Diskussionen über die Zusammenarbeit auf der Sekundarstufe I ein. Der Proponent des Volksbegehrens Reinhard Dumser habe in seiner Wortmeldung auf den Bildungsplan des Jahres 1975 zurückgegriffen. "Das ist nicht mein Ansatz. Mein Ansatz ist es vielmehr, in die Zukunft zu schauen", so Gehrer. In Österreich habe man eine 100prozentige Durchlässigkeit. Es gebe keinen Bildungsabschluss, bei dem es nicht möglich wäre, eine weitere Bildung anzuschließen. Zudem sei die Berufsreifeprüfung geschaffen, und die Nahtstellen bei der Beratung seien verbessert worden. Die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen würden 25.000 Schüler mehr aufweisen.

Hinsichtlich der Forderung nach einer bundesgesetzlichen Regelung für neue Formen der Kooperation zwischen den verschiedenen Schularten verwies die Ministerin auch auf diesbezügliche Schulversuche. Diese hätten keine besseren Leistungen für Schülerinnen und Schüler erbracht. "Keine Evaluierung gibt Anlass, die gesamte Schulorganisation in Österreich mit einem unglaublichen Kraftakt umzuorganisieren." Sie, Gehrer, habe mit der Stadtschulratspräsidentin und den Landesschulratspräsidenten vereinbart, dass die derzeitigen Schulversuche 2002/03 noch begonnen werden können; bei neuen Schulversuchen müssten die Anträge von den Schulbehörden rechtzeitig eingebracht werden.

Ziel sei es, den Stellenwert der Hauptschule aufzuwerten und die Zusammenarbeit der Hauptschulen mit weiterführenden Schulen, die bereits hervorragend funktioniere, weiter zu forcieren. "Wir wollen unser derzeitiges System optimieren", so die Ministerin.

Eine Absenkung der Klassenschülerhöchstzahl würde einen Mehraufwand von etwa drei Milliarden Euro (40 Milliarden Schilling) bedeuten. Die Ministerin verwies darauf, dass bereits in vielen Fächern Gruppenteilungen erfolgen und andere Länder von dem österreichischen Verhältnis Schüler:Lehrer nur "träumen können".

Die Ministerin wies Gerüchte über Schulgeld auf das Schärfste Zurück. "Das ist erfunden und falsch", so Gehrer abschließend (Schluss)

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