AMA: Milchquoten wurden 2001/02 um 108.121 t überliefert

Voraussichtlich EUR 0,185 Zusatzabgabe je kg überlieferter Milch

Wien, 23. April 2002 (AIZ). - Die österreichischen Milchbauern haben im Quotenjahr 2001/02 um insgesamt 108.121 t mehr Milch an die Molkereien geliefert, als es ihre einzelbetrieblichen Anlieferungsmengen zulassen würden. Daraus resultiert eine Zusatzabgabe wegen Quotenüberschreitung von insgesamt rund EUR 38,5 Mio. Dies geht aus vorläufigen Berechnungen der Agrarmarkt Austria hervor. Im vorhergehenden Quotenjahr 2000/01 machte die Zusatzabgabe EUR 36,3 Mio. aus. Die Belastung durch die "Superabgabe" je kg überlieferter Milch dürfte sich den Berechnungen zufolge voraussichtlich auf EUR 0,185 belaufen.

Laut AMA stand für das abgelaufene Quotenjahr 2001/2002 (01.04. bis 31.03.) in Österreich eine Anlieferungs-Garantiemenge von 2,599.130 t zur Verfügung. Dazu kommen noch die vorläufigen Um-wandlungen von Direktvermarktungsquoten (D-Quoten) in Anlieferungsquoten (A-Quoten) von etwa 28.105 t. Das ergibt eine verfügbare Anlieferungsreferenz-menge von 2,627.235 t.

A-Quote um 4,12% überschritten

Im zu Ende gegangenen Quotenjahr 2001/2002 wurden insgesamt 2,651.725 t Milch an die Molkereien geliefert. Der Fettgehalt der Anlieferungsmilch betrug nach den derzeit zur Verfügung stehenden Daten 4,20% (endgültige Werte liegen noch nicht vor). Der repräsentative Fettgehalt der Garantiemenge beträgt aber nur 4,03%. Die Anlieferungsmenge wurde daher um einen Korrekturfaktor von 1,0306 erhöht. Daraus ergibt sich eine mit der A-Quote vergleichbare fettkorrigierte Anlieferung von 2,735.356 t. Das waren zwar 0,5% weniger als ein Jahr zuvor, dennoch wurde die zur Verfügung stehende Quote um 108.121 t, das sind 4,12%, überschritten.

Wie berichtet, lagen die Molkereianlieferungen insbesondere in den ersten drei Monaten des abgelaufenen Quotenjahres über dem Vorjahresniveau. In der Folge (bis Jänner 2002) bremsten sich die Milchbauern bei den Lieferungen ein, um dann in den letzten beiden Monaten mengenmäßig wieder zuzulegen.

Unterlieferungen im Umfang von 68.800 t

Bekanntlich richtet sich die Höhe der Zusatzabgabe je kg überlieferter Milch danach, in welchem Umfang einzelne Anlieferungsquoten nicht ausgeschöpft wurden, weil diese Mengen gegengerechnet werden. Diese Unterlieferungen liegen nach den Berechnungen der AMA bei 2,65% der gesamten einzelbetrieblich zugeteilten Referenzmenge, das entspricht 68.800 t. Inklusive der nationalen Reserve von 31.000 t stehen daher knapp 100.000 t Saldierungsmenge zur Verfügung. Demnach ergibt sich eine Zusatzabgabe je kg überlieferter Milch von EUR 0,185. Dieser vorläufige Wert kann sich auf Grund der endgültigen Daten noch geringfügig um plus/minus 1 Cent ändern. Das endgültige Ergebnis wird von der AMA am 20.06.2002 mitgeteilt.
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