Creativ Club Austria und IAA veranstalteten Workshop "Erfolgskriterien für effiziente Werbung"

Urs Beer, IAA-Präsident Schweiz, leitete Workshop

Wien (OTS) - Der Creativ Club Austria (CCA) veranstaltete am Freitag, dem 19. April und am Samstag, dem 20. April, in den Repräsentationsräumen der Erste Bank gemeinsam mit dem Austrian Chapter der IAA (International Advertising Association) und der Erste Bank einen Workshop mit dem Titel "Erfolgskriterien für effiziente Werbung". Als Leiter des Workshops wurde Urs Beer (Präsident des IAA Swiss Chapter, Kommunikationsberater, Aufsichtsratsmitglied der Advico Young & Rubicam, Zürich und Chairmann Marbach Academy GWA/BSW) nach Wien eingeladen.

Die Intention des CCA war es, mit diesem Workshop sowohl Marketing-und Werbemanagern von der Kundenseite, als auch Kundenberatern und Kreativen von der Agenturseite neue Perspektiven zu geben.

Im Anschluss an den Workshop fand eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wie kreativ ist Werbung in Österreich?" statt. Am Podium diskutierten Urs Beer, CCA-Präsident Tibor Bárci und "bluetango"-Geschäftsführer und CCA-Vorstandsmitglied Johannes Newrkla.

Urs Beer eröffnete die Diskussion mit einem Zitat von Geri Aebi, ehemaliger Lowe GGK-Geschäftsführer, das in der "Schweizer Werbewoche" zu lesen war: "In Österreich bemühen sich Agenturen weniger um kreative Exzellenz und geben sich damit zufrieden. Und das ist gefährlich". "Für eine gute Kreation braucht es Glauben", meinte CCA-Präsident Tibor Bárci, "der Mut kommt dann von selbst!" Für Johannes Newrkla gibt es bei kreativer Werbung vier Krisen zu überwinden: die Vertrauenskrise, die finanzielle Krise, die Angst und ein gewisses "Alter im Kopf". Newrkla: "In Österreich herrscht zwischen Agenturen und Kunden eine Vertrauenskrise, verursacht
durch schlechte Leistungen. Hinzu kommt, dass Kunden und Werber nicht das gleiche Verständnis haben. Darauf folgt die Geldkrise und dann kommt die Angst. Das führt dazu, das zuwenig Herzblut in eine Kreation investiert wird."

Für Beer könnten diese Probleme auch aus einem möglichen fehlenden Dialog zwischen den Agenturen resultieren. "Die Struktur der Werbeverbände ist in Österreich eine andere als beispielsweise in der Schweiz oder in Großbritannien", so Urs Beer. In Österreich hätten die Agenturen nie die Kultur besessen, solidarisch miteinander umzugehen, meinte dazu Newrkla. In Österreich gäbe es zwei Marktleader, die die Werbung bestimmen und somit keine Branchenvertretung brauchten, so Newrkla weiter. "In Österreich gibt es diesen Neid am Erfolg und das ist auch einer der Gründe, warum es in Österreich keinen Verband der Werbeagenturen gibt!" Diese Rolle werde aber auch nicht der CCA übernehmen, ist Bárci überzeugt: "Der CCA ist für die Kreativen da und nicht für die Agenturen."

Der Unterschied zwischen der Werbung in Österreich und der Schweiz läge auch darin, dass es in der Schweiz keine Vertrauenskrise zwischen Agenturen und Kunden gäbe. Denn in Österreich gäbe es, prozentuell gesehen, genau so viele Kreative wie auch anderswo, so Bárci und Newrkla unisono. Für Bárci liegt auch noch im Faktor Zeit ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen Österreich und der Schweiz: "In Österreich gab es den Krieg, vor dem viele kreative Menschen fliehen mussten. In dieser Zeit konnte die Schweiz ja fast ungehindert arbeiten. Diese Zeit muss Österreich noch aufholen."

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