WdF-Managermonitoring: Steigende Konjunktur, sinkende Lohnnebenkosten

Wien (OTS) - Äußerst positiv schätzen Österreichs Führungskräfte das kommende Konjunkturklima ein, gleichzeitig erwarten sie im Zuge der Steuerreform 2003 eine Reduktion der Lohnnebenkosten und der Einkommensteuer. Dies geht aus dem jüngsten Managermonitoring des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), der Triconsult und der Zeitschrift "Gewinn" hervor (Basis: 205 Top-Führungskräfte). Demnach rechnen 65 Prozent der heimischen Manager - verglichen mit den letzten Jahren ein Rekordwert - in den nächsten vier Monaten mit einer steigenden Konjunktur, 28 Prozent gehen von gleich bleibenden Werten aus und nur 7 Prozent orten eine Verschlechterung. Eindeutig sind die Ergebnisse aber auch hinsichtlich der Steuerreform 2003: so erwarten 76 Prozent der Befragten im Rahmen der geplanten Steuerreform eine Reduktion der Lohnnebenkosten, 68 Prozent eine Senkung der Einkommensteuer und 47 Prozent eine Verringerung der Körperschaftsteuer (Anm.: Mehrfachnennungen möglich).

Geht es nach den steuerlichen Wunschvorstellungen der Manager, sind die Zahlen noch deutlicher: Demnach plädieren 89 Prozent für eine Senkung der Lohnnebenkosten, 88 Prozent für eine Reduktion der Einkommensteuer und 58 Prozent für eine Senkung der Körperschaftsteuer (Mehrfachnennungen). Einen vergleichsweise geringe Rolle spielen bei den Steuersenkungswünschen die Wertpapierbesteuerung (29 Prozent), die Stiftungsbesteuerung (7 Prozent) sowie die Grundsteuer (4 Prozent). Im Bereich der zwei Letztgenannten erwartet die Mehrheit der befragten Führungskräfte sogar Anhebungen: 61 Prozent gehen von einer Anhebung der Grundsteuer aus, 54 Prozent von einer Steigerung der Stiftungsbesteuerung (Mehrfachnennungen).

Was die Maßnahmen zur Sanierung der Krankenkassen betrifft, vermuten fast drei Viertel der Manager die Einführung zusätzlicher Selbstbehalte bei medizinischen Leistungen. 59 Prozent rechnen zwecks Reduktion der Verwaltungskosten mit einer Zusammenlegung von Kassen, 56 Prozent erwarten eine Beitragserhöhung und 53 Prozent eine Beschränkung der von den Kassen bezahlten Medikamenten (Mehrfachnennungen). Auf die Frage, wie die Manager selbst das "Unternehmen Krankenkasse" sanieren würden, gab es die meisten Nennungen zu den Themen "Zusammenlegung der Krankenkassen", "Verwaltungskosten einsparen", "Verwaltungsvereinfachung" und "Selbstbehalte (Ausnahme: chronische Erkrankungen, soziale Härtefälle)".

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